Inszenierung - Von Versailles bis TikTok
52 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Tagen
Morgens um 8 Uhr sitzen Florian und Marcus mit einer Tasse Kaffee
auf der Couch. Bis spät in die Nacht vorher hatten sie sich den
TikTok-Kanal des Weißen Hauses angesehen. Was sie sahen, war
würdelos, unorchestriert und manchmal absurd. Und trotzdem
hochwirksam. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Inszenierung
ist kein Merkmal von Manipulation, sondern die Grundbedingung jeder
Gesellschaft. Ohne Inszenierung gibt es keinen geteilten Sinn,
keinen Staat, keine Macht, keine Nation. Alles, was wir als real
akzeptieren, wurde irgendwann auf eine Bühne gebracht. Florian und
Marcus gehen dieser Idee nach – historisch, politisch und ganz
konkret. Sie fragen, was Ludwig XIV. und Donald Trump verbindet,
warum Gerhard Schröder ein besserer Politiker war als Olaf Scholz
mit seiner Aktentasche es je sein konnte und warum der
Ministerpräsident mit der Wurst vielleicht die gelungenste
politische Inszenierung unserer Zeit produziert hat – auch wenn es
schmerzt, das zuzugeben. Am Ende geht es um die Rolle von
Medienkompetenz: Wenn alles Inszenierung ist, bedeutet
Medienkompetenz nicht mehr, „die Lüge zu erkennen", sondern „die
Grammatik zu verstehen".
auf der Couch. Bis spät in die Nacht vorher hatten sie sich den
TikTok-Kanal des Weißen Hauses angesehen. Was sie sahen, war
würdelos, unorchestriert und manchmal absurd. Und trotzdem
hochwirksam. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Inszenierung
ist kein Merkmal von Manipulation, sondern die Grundbedingung jeder
Gesellschaft. Ohne Inszenierung gibt es keinen geteilten Sinn,
keinen Staat, keine Macht, keine Nation. Alles, was wir als real
akzeptieren, wurde irgendwann auf eine Bühne gebracht. Florian und
Marcus gehen dieser Idee nach – historisch, politisch und ganz
konkret. Sie fragen, was Ludwig XIV. und Donald Trump verbindet,
warum Gerhard Schröder ein besserer Politiker war als Olaf Scholz
mit seiner Aktentasche es je sein konnte und warum der
Ministerpräsident mit der Wurst vielleicht die gelungenste
politische Inszenierung unserer Zeit produziert hat – auch wenn es
schmerzt, das zuzugeben. Am Ende geht es um die Rolle von
Medienkompetenz: Wenn alles Inszenierung ist, bedeutet
Medienkompetenz nicht mehr, „die Lüge zu erkennen", sondern „die
Grammatik zu verstehen".
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