Iran im Krieg: Fällt das Regime diesmal?

Iran im Krieg: Fällt das Regime diesmal?

23 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen

Die USA und Israel greifen iranische Militär- und
Führungsstrukturen an, während der Iran mit
Raketenangriffen auf Ziele in der Region reagiert. Präsident
Donald Trump begründet die Operation mit einer akuten Bedrohung
durch Irans Raketen- und Atomprogramm – eine
Einschätzung, die Geheimdienste bislang nicht eindeutig
bestätigen. Entscheidend war offenbar ein seltenes "Window of
Opportunity": Geheimdienste konnten mehrere Spitzenvertreter
des Regimes gleichzeitig lokalisieren und zuschlagen.


Strategisch setzt Trump auf ein Modell, das er bereits anderswo
favorisiert hat: ein schneller Schlag gegen die Führungsspitze,
ohne langfristige Besatzung oder Nation-Building. Doch der
Iran ist kein System, das allein von einer Person
abhängt. Die Macht stützt sich auf Revolutionsgarden, religiöse
Institutionen und ein regionales Netzwerk verbündeter Milizen.


Zugleich wächst der politische Druck in den USA: Der Angriff
erfolgte ohne Zustimmung des Kongresses, und Umfragen zeigen
wenig Rückhalt in der Bevölkerung. Je länger der Konflikt dauert
– und je höher die Kosten werden –, desto größer könnte
auch der innenpolitische Preis für Trump werden.


Wie geht es jetzt weiter? Wird das iranische Regime trotz der
Schläge stabil bleiben – oder beginnt ein innerer Machtkampf um
die Kontrolle des Staates? Und wie weit droht der Konflikt in der
Region noch zu eskalieren? Darüber spricht Dilan
Gropengiesser mit Sascha Bruchmann, Militäranalyst beim
International Institute for Strategic Studies (IISS), in der 130.
Folge von "Was jetzt? – Die
Woche" auf zeit.de und YouTube.

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