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Eriz: Wie das Dorfleben im Berner Bergtal überlebt

Eriz: Wie das Dorfleben im Berner Bergtal überlebt

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Livepodcast am 1. April um 19 Uhr im Sous Soul in Bern:
Wer geht denn heute noch aus? Das Berner Nachtleben in der
Krise

Hier gehts zu den Tickets

 

«Im Eriz hatte ich eher das Gefühl, dass ich schräg angeschaut
werde, wenn ich nicht so bin, wie man es sich vorstellt.»

Andrina Wälti ist 27 Jahre alt, arbeitet als
Architektin in Zürich und wohnt an der Langstrasse. Sie gehört
zur Mehrheit der jungen Menschen, die aus dem Eriz wegziehen. Im
Bergdorf, gelegen am Fusse des Hohgant zwischen Thun und dem
Emmental, leben heute 480 Personen, früher waren es deren 663.

«Mein Grossvater hat den Betrieb in den 60er-Jahren gegründet.
Nach meiner Lehre als Landmaschinenmechaniker haben mich meine
Eltern angestellt. Über kurz oder lang werde ich die Schmitte
übernehmen.»

Remo Bühlmann arbeitet nicht nur mit seinen
beiden Eltern zusammen, er wohnt auch immer noch im Elternhaus.
Der 25-Jährige kann sich zwar durchaus vorstellen, auch mal
wegzuziehen – wenn auch nicht weiter als nach Steffisburg – aber
von Berufes wegen bloss für eine Weile.

Zurück ins Eriz

«Mit dem Töffli in den Ausgang war einfach nicht so cool. Ich
war immer auf meine älteren Brüder angewiesen. Und so fing ich
mit 15 Jahren in Bern eine Ausbildung an und habe das Eriz
verlassen.»

Dass Anita Spring wieder ländlich wohnen möchte,
wenn sie Kinder hat, war für die 35-Jährige zwar klar. Aber dass
sie ausgerechnet wieder ins Eriz zurückkehren würde, hätte sie
nicht gedacht. Heute schätzt sie die Verbundenheit mit der Natur,
die Tiere, den Fluss und den Skilift.

Warum ziehen immer mehr Junge weg aus dem Dörfli? Was kann einen
dazu bewegen, an einen Ort zurückzukehren, an dem man sich als
Kind total unwohl gefühlt hat? Und wie verändert sich das
Dorfleben, wenn die Gemeinde immer stiller wird?

Darüber spricht Redaktorin Jasmin Jaun. Sie hat eine grosse
Reportage über das Eriz geschrieben. Es ist eine von vielen
kleinen Gemeinden in Randregionen im Kanton Bern, in denen es
immer stiller wird und die Bevölkerungszahl schrumpft.

Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann

Zu Gast: Jasmin Jaun

Sounds: Ane Hebeisen und Tobi Holz

Der Text zum Podcast ist als Abschlussarbeit der Diplomausbildung
Journalismus am MAZ entstanden. Die Autorin ist selbst im Eriz
aufgewachsen und bis heute Wochenaufenthalterin. Hier gehts zum
Artikel

Die Zukunft eines Berner Bergdorfs: «Gott, wie
habe ich das Eriz gehasst» – heute lebt Anita Spring wieder
dort

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