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  3. Gesprächsstoff - Berner Podcast von BZ und Der Bund Podcast

Episoden

1 Stunde 6 Minuten
Jede zweite Woche wird in der Schweiz eine Frau aufgrund ihres Geschlechts getötet. Unter den Tätern sind Partner, Väter, Brüder. Gleichzeitig rückt die Polizei immer häufiger wegen häuslicher Gewalt aus. Warum ist heute der gefährlichste Ort für Frauen ihr Zuhause?

Darüber haben am Dienstagabend die ehemalige Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die Berner Stadträtin und Gewaltbetroffene Dominique Hodel und der Gewaltberater Christoph Jäggi am «Bund»-im-Gespräch im Bierhübeli diskutiert.

Simonetta Sommaruga hat als Studentin in einem Frauenhaus gearbeitet, was sie bis heute prägt. Seit den Anfängen ihrer politischen Karriere setzt sie sich für Gleichberechtigung ein. Sie sagt: «Gleichstellung verhindert Gewalt.»

Wie schwierig es ist, aus einer toxischen Beziehung auszubrechen, weiss die Berner SP-Stadträtin Dominique Hodel. Sie war jahrelang in einer Gewaltspirale gefangen. «Ich habe jeweils behauptet, mich selbst verletzt zu haben», sagt sie.

Wer sind die Männer, die ihre Partnerinnen schlagen oder sogar umbringen? Christoph Jäggi berät seit 15 Jahren Täter. Er kennt die Wege aus der Gewalt. Die Prävention beginne bereits in der Kindheit bei der Sozialisierung der Buben und junger Männer, sagt er.

Moderation: Mirjam Comtesse und Simone Klemenz

Gäste: Simonetta Sommaruga, Dominique Hodel, Christoph Jäggo

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24 Minuten
Sei es Poulet, Rind oder Schweinefleisch, in Form von Steak, Plätzli, oder Mostbröckli: Wir Schweizerinnen und Schweizer essen im Schnitt 50 Kilogramm Fleisch im Jahr. «Zu viel», sagen die Initiantinnen und Initianten der Ernährungsinitiative, über die wir am 27. September abstimmen. «Zu viel», sagt aber auch der Bundesrat.

Essen ist politisch geworden. Wie viel und welches Fleisch können, wollen und dürfen wir uns also künftig noch leisten?

Auf der Suche nach Antworten hat unser Redaktor Marius Aschwanden in der Zähringer-Migros in der Länggasse das Auswahlverfahren der Kundschaft in der Fleischabteilung studiert. Er hat sich eine der grössten Munimastereien in der Nähe von Burgdorf angeschaut, wo Bauer Tobias Steffen seine 320 Tiere innerhalb von acht Monaten auf 550 Kilogramm mästet.

Und er hat die Biometzgerei «La Boulotte» im Berner Breiterainquartier besucht, wo erst das nächste Tier geschlachtet wird, wenn das vorherige komplett verkauft ist.

In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» erzählt Aschwanden von seiner Recherche zu unserem Fleischkonsum im Vorfeld der Abstimmung über die Ernährungsinitiative. Etwa von Andreas, der ohne mit der Wimper zu zucken zu Migros-Budget-Fleisch greift. Was es mit Bauer Steffen macht, wenn ein Muni plötzlich anhänglich wird. Und warum die Theke in der Biometzgerei nicht immer ganz einfach zu füllen ist.

Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann

Gast: Marius Aschwanden

Artikle zu unserem Fleischkonsum

Fleischland Schweiz: Von M-Budget bis Dry-Aged-Beef: Welches Fleisch wollen wir uns noch leisten?

«Apropos» – der tägliche Podcast: «Hier wird es tricky»: Unser Experte erklärt, was die Ernährungs­initiative will – und wie realistisch das ist

Podcast «Politbüro»: Ernährungs­initiative: «Franziska Herrens Interessen sind auch sehr konservativ» – «Sie denkt nicht strategisch, das ist ihre grösste Schwäche»

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20 Minuten
«Modeberg Bern – inspiriert von der einzigartigen Kultur und Geschichte der schweizerischen Hauptstadt.» 

Dieser Slogan klang für eine 30-jährige Leserin absolut seriös. Auch die Website machte auf sie einen professionellen Eindruck. Und das Geschäft dazu befindet sich ja in der Stadt Bern, wie sie dachte.

So bestellte sie kürzlich online bei «Modeberg Bern» Qualitätskleider im Wert von 300 Franken. Drei Wochen später erhielt sie ein zerquetschtes Päckchen – voll mit Billigware aus China und einer nachträglich angenähten Etikette mit der Aufschrift «Modeberg Bern».

Szene aus jungen, vermeintlich reichen Dropshippern im Netz

Wie ist es möglich, dass immer mehr dubiose Onlineshops wie «Modeberg Bern» unbehelligt im Netz vorgaukeln können, ein lokales Geschäft zu sein? Ist es illegal, Billigware aus China zu liefern anstatt der versprochenen Qualitätskleidung? Was steckt genau hinter der sogenannten Dropshipping-Szene im Netz? Und wie kann man sich davor schützen?

In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» erzählt Redaktor Andres Marti aus dem Ressort Bern über den Fall des vermeintlichen Berner Webshops. Er erklärt, was Dropshipping genau ist und was es mit dieser Szene von jungen Menschen im Netz, die damit reich geworden sind, auf sich hat.

Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann

Gast: Andres Marti

Artikel zu Dropshipping:

Masche im Internet: Berner Boutique entpuppt sich als Fake-Shop

Fall von Dropshipping: «Berner» Onlineshop verkauft Billig­mode aus China – bis zu 400 Prozent teurer

Goldgrube Onlinehandel? Für den Traum vom schnellen Geld hat Arad sogar die Lehre geschmissen

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1 Stunde 4 Minuten
Bereits eine Woche vor dem Auftakt der Schweizer Eishockeysaison kam es am Dienstagabend in Bern zum Tatzenderby. Jürg Fuhrer, CEO des SC Bern und Peter Jakob, Verwaltungsratspräsident der SCL Tigers, standen sich beim Talk der Berner Zeitung gegenüber.

Während beim SC Bern der grosse Umbruch im Gange ist mit Fuhrers Übernahme der Geschäftsführung von Clublegende Marc Lüthi, baut Langnau weiterhin auf Kontinuität mit dem langjährigen VR-Präsidenten Peter Jakob.

So unterschiedlich die Ausgangslage in der Führungsebene, so identisch klang am Dienstagabend das jeweilige Saisonziel: die Playoffs. Fuhrer hält auf dem Podium fest, dass für den SCB mittelfristig der Kübel wieder her müsse. Und hofft, dass Geld nicht der einzige Faktor sei, um die Meisterschaft zu entscheiden.

Dass die Mutzen um den Titel spielen, das wollen die Tigers aber gar nicht erst zulassen. «Am besten wärs, wor würden den SCB im Plaoff rausschmeissen», meint Jakob scherzhaft.Schliesslich seien sie unterdessen nicht mehr die Bauern, sondern eine Hockeyunternehmung auf dem Land.

Moderiert wurde der Abend vom BZ-Chefredaktor Wolf Röcken. Wie die beiden Clubs die Erwartungen der jeweiligen treuen Fanbasis erfüllen wollen und wie es um die beiden Stadien steht, kann hier nachgehört werden:

Moderation: Wolf Röcken

Gäste: Jürg Fuhrer, Peter Jakob

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30 Minuten
Eine Frau um die 30, die 44-mal in flagranti beim Stehlen erwischt wurde rund um den Bahnhof. Ein Mann, der innerorts mit 81 Kilometern pro Stunde in eine Radarfalle getappt war und behauptet, sein Cousin sei am Steuer gesessen. Ein 32-Jähriger, der trotz Landesverweis wieder in die Schweiz eingereist ist – mit gefälschten Papieren.

Meistens geht es vor den Gerichten im Kanton Bern nicht um Mord und Totschlag oder die ganz grossen True-Crime-Fälle, sondern um die vermeintlich kleinen Konflikte mit dem Gesetz: um Verkehrsdelikte, Diebstähle oder Drogen.

6’551 Strafprozesse haben letztes Jahr an den Berner Gerichten stattgefunden. Sie bilden den Schlusspunkt von Strafverfahren, die oft lang, manchmal sehr lang dauern. Und es werden in der Tendenz immer mehr.

Wie sieht der Justizalltag abseits der grossen Kriminalfälle überhaupt aus? Was sind das für Menschen, die sich wegen solcher unscheinbaren Delikte vor dem Gesetz verantworten müssen? Was erzählen diese einzelnen Geschichten über unsere Gesellschaft und unser Rechtssystem? Wie konnte es so weit kommen, dass die Gerichte der Flut an Fällen kaum noch hinterherkommen?

Diesen Fragen ist Cedric Fröhlich nachgegangen, Justizreporter beim Ressort Bern. Er hat eine Woche im Berner Amtshaus verbracht. In einer neuen Folge von «Gesprächsstoff», dem Podcast von Bund und Berner Zeitung erzählt er von den drei Fällen, bei denen er im Gerichtssaal sass. Und wie unterschiedlich Menschen damit umgehen, wenn ihnen etwas vorgeworfen wird.

Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann

Gast: Cedric Fröhlich

Redaktionelle Mitarbeit: Jessica King

Sprecherin: Jacky Wechsler

Artikel zur Berner Justiz am Anschlag:

Hinter den Kulissen des Rechts: Verkehrssünden, Diebstähle, Drogen: Eine Woche am Berner Gericht

Der lange Weg zur GerechtigkeitMehr Aufwand pro Fall: Die Berner Justiz ist am Anschlag

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Über diesen Podcast

Im Berner Podcast «Gesprächsstoff» von «Bund» und Berner Zeitung geht es um Geschichten, die unser Publikum bewegen. Wir nehmen ein Berner Topthema der Woche auf - lesen Eure Kommentare zum Thema, nehmen sie auf, ordnen sie ein und entwickeln sie weiter. «Gesprächsstoff» kommt alle 14 Tage, jeweils zum Ende der Woche - moderiert von Sibylle Hartmann.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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