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Episoden
17.07.2026
48 Minuten
Über 10’000 Menschen zogen am 25. Mai 2013 bei «Tanz dich frei» durch die Berner Innenstadt und demonstrierten für mehr Freiräume und ein lebendiges Nachtleben. Bis kurz vor Mitternacht blieb die unbewilligte Kundgebung friedlich.
Dann durchbrachen rund 70 vermummte Chaoten an der Spitze des Demozugs die Absperrung zum Bundeshaus und bewarfen die Polizei mit Absperrgittern, Pflastersteinen und Signalraketen.
Als auch der zweite Aufruf ins Leere lief, antwortete die Polizei mit Gummischrot, Tränengas und einem Wasserwerfer. Bis in die frühen Morgenstunden lieferten sich die Polizei und die Randalierer in der Innenstadt regelrechte Strassenschlachten.
Die Schadensbilanz am nächsten Tag: eingeschlagene Scheiben, geplünderte Schaufenster, kaum eine Fassade, die nicht besprayt war, 61 Festnahmen und über 50 Verletzte. Insgesamt haben die Ausschreitungen die Stadt Bern über 2 Millionen Franken gekostet.
Was für eine kulturpolitische Stimmung herrschte damals in der Stadt Bern, dass es so weit kommen konnte? Warum hat die Polizei die unbewilligte Partydemo nicht von Anfang an verhindert? Was hatte das Ganze für Folgen? Und wie viel vom «Tanz dich frei»-Geist ist heute noch im Nachtleben von Bern vorhanden?
Darüber spricht Politikredaktor Christoph Hämmann aus dem Ressort Bern. Er hat bereits 2013 für die «Berner Zeitung» geschrieben und war in jener Nacht als Reporter unterwegs. Auch zu Wort kommen in dieser Folge Reto Nause, der damalige Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, und der Berner FDP-Politiker und damalige Präsident des Vereins Nachtleben Bern Tom Berger.
Produktion und Moderation: Sibylle Hartmann
Gast: Christoph Hämmann
Artikel zum Tanz dich frei 2013
10 Jahre nach «Tanz dich frei»: Bars florieren, Clubs weniger
3 für 1: Lesen Sie drei Monate, bezahlen Sie nur einen Gefällt Ihnen unser «Gesprächsstoff» Podcast? Entdecken Sie dann die besten Recherchen und Hintergründe unserer Journalist:innen. Speziell für Sie haben wir das ‘3 für 1’ Angebot konzipiert: 3 Monate lesen, nur 1 Monat bezahlen. Gute Lektüre und viel Spass. https://info.tamedia.ch/gespraechsstoff
Habt ihr Feedback, Ideen oder Kritik zu «Gesprächsstoff»? Schreibt uns an podcast.bern@tamedia.ch
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Dann durchbrachen rund 70 vermummte Chaoten an der Spitze des Demozugs die Absperrung zum Bundeshaus und bewarfen die Polizei mit Absperrgittern, Pflastersteinen und Signalraketen.
Als auch der zweite Aufruf ins Leere lief, antwortete die Polizei mit Gummischrot, Tränengas und einem Wasserwerfer. Bis in die frühen Morgenstunden lieferten sich die Polizei und die Randalierer in der Innenstadt regelrechte Strassenschlachten.
Die Schadensbilanz am nächsten Tag: eingeschlagene Scheiben, geplünderte Schaufenster, kaum eine Fassade, die nicht besprayt war, 61 Festnahmen und über 50 Verletzte. Insgesamt haben die Ausschreitungen die Stadt Bern über 2 Millionen Franken gekostet.
Was für eine kulturpolitische Stimmung herrschte damals in der Stadt Bern, dass es so weit kommen konnte? Warum hat die Polizei die unbewilligte Partydemo nicht von Anfang an verhindert? Was hatte das Ganze für Folgen? Und wie viel vom «Tanz dich frei»-Geist ist heute noch im Nachtleben von Bern vorhanden?
Darüber spricht Politikredaktor Christoph Hämmann aus dem Ressort Bern. Er hat bereits 2013 für die «Berner Zeitung» geschrieben und war in jener Nacht als Reporter unterwegs. Auch zu Wort kommen in dieser Folge Reto Nause, der damalige Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, und der Berner FDP-Politiker und damalige Präsident des Vereins Nachtleben Bern Tom Berger.
Produktion und Moderation: Sibylle Hartmann
Gast: Christoph Hämmann
Artikel zum Tanz dich frei 2013
10 Jahre nach «Tanz dich frei»: Bars florieren, Clubs weniger
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02.07.2026
35 Minuten
Es war das grösste mehrtägige Fest, das je in Bern stattgefunden hat. An der Euro 08 herrschte in der Stadt der orange Ausnahmezustand. Schon beim ersten Gruppenspiel der niederländischen Nationalmannschaft tauchte der Fanmarsch der Holländerinnen und Holländer Bern in ein oranges Farbenmeer.
Nach dem sensationellen 3:0-Sieg gegen Weltmeister Italien reisten weitere Tausende Oranje-Fans nach Bern, nahmen die Innenstadt für sich ein und feierten ausgelassen und friedlich. Beim zweiten Spiel gegen Frankreich hatte es dann in der Innenstadt, wo erstmals in Bern Fussballspiele auf Grossleinwand öffentlich übertragen wurden, mit 150’000 Oranje-Fans mehr Menschen als Bern Einwohnende.
Mit einem weiteren Sieg der Holländer gegen Rumänien gingen die grosse Fussballparty und die Euro 08 in Bern zu Ende. Es war ein riesiges Volksfest – und vor allem ein friedliches. Aber es hat auch eine Debatte darüber ausgelöst, wie viel öffentlicher Raum von solchen Veranstaltungen eingenommen werden darf.
Was hat die Stadt denn richtig gemacht? Was nicht? Und was bleibt knapp 20 Jahre später von diesem Euro 08-Sommer noch?
Darüber spricht Wolf Röcken, Chefredaktor von «Bund» und «Berner Zeitung», in der ersten Folge zu den historischen Sommern in Bern im Podcast «Gesprächsstoff». Er war 2008 stellvertretender Leiter des Lokalen bei der «Berner Zeitung», hatte das Dossier der Euro 08 bei sich und war beim Spiel Holland - Italien im Stadion.
Auch zu Wort kommt in diesem Podcast YB-Präsident Marcel Brülhart, der damals als «Mister Euro 08» zum ersten Mal öffentlich bekannt wurde als Delegierter von Stadt und Kanton.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Wolf Röcken
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Nach dem sensationellen 3:0-Sieg gegen Weltmeister Italien reisten weitere Tausende Oranje-Fans nach Bern, nahmen die Innenstadt für sich ein und feierten ausgelassen und friedlich. Beim zweiten Spiel gegen Frankreich hatte es dann in der Innenstadt, wo erstmals in Bern Fussballspiele auf Grossleinwand öffentlich übertragen wurden, mit 150’000 Oranje-Fans mehr Menschen als Bern Einwohnende.
Mit einem weiteren Sieg der Holländer gegen Rumänien gingen die grosse Fussballparty und die Euro 08 in Bern zu Ende. Es war ein riesiges Volksfest – und vor allem ein friedliches. Aber es hat auch eine Debatte darüber ausgelöst, wie viel öffentlicher Raum von solchen Veranstaltungen eingenommen werden darf.
Was hat die Stadt denn richtig gemacht? Was nicht? Und was bleibt knapp 20 Jahre später von diesem Euro 08-Sommer noch?
Darüber spricht Wolf Röcken, Chefredaktor von «Bund» und «Berner Zeitung», in der ersten Folge zu den historischen Sommern in Bern im Podcast «Gesprächsstoff». Er war 2008 stellvertretender Leiter des Lokalen bei der «Berner Zeitung», hatte das Dossier der Euro 08 bei sich und war beim Spiel Holland - Italien im Stadion.
Auch zu Wort kommt in diesem Podcast YB-Präsident Marcel Brülhart, der damals als «Mister Euro 08» zum ersten Mal öffentlich bekannt wurde als Delegierter von Stadt und Kanton.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Wolf Röcken
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19.06.2026
25 Minuten
«Ich habe vier Jahre bekommen.»
Ahmed T. sass wegen diverser schwerer Delikte drei Jahre in der Justizvollzugsanstalt in Witzwil. Im Juni 2024 wurde er vorzeitig aus seiner Haft entlassen.
«Jetzt geht es los. Ich will arbeiten, ich will reisen. Jetzt fängt für mich das Leben an.»
Wie geht es jemandem wie ihm auf seinem Weg aus dem Gefängnis zurück ins Leben? Wie sieht sein neuer Alltag aus? Was hat er für Unterstützung, was aber auch für Auflagen? Und was braucht es überhaupt für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft?
Bewährungshelferin und Ex-Frau
Martina Hunziker aus der Kulturredaktion hat Ahmed T. eineinhalb Jahre lang durch seine Bewährungszeit begleitet und ihn regelmässig getroffen. Sie war bei Terminen mit seiner Bewährungshelferin dabei.
«Am Anfang trafen wir uns wöchentlich, nachher haben wir auf zwei Wochen reduziert, danach auf drei Wochen und am Schluss einmal im Monat. Er war sehr verbindlich, sehr gewissenhaft.»
Und sie hat seine Ex-Frau getroffen. Sie und Ahmed T. haben eine gemeinsame Tochter, die heute 15 Jahre alt ist.
«Wir waren jung, und man wusste nicht, worauf man sich einlässt. Aber das weiss man eigentlich nie.»
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Zu Gast: Martina Hunziker
Alle drei Texte zu Ahmed T.
Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 1): Der Ex-Häftling, die Bewährungshelferin und der Alkohol Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 2): Post vom Amt: Warum Ahmed T. plötzlich die Ausschaffung droht Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 3): Ahmed T. ist auf der Zielgeraden
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Ahmed T. sass wegen diverser schwerer Delikte drei Jahre in der Justizvollzugsanstalt in Witzwil. Im Juni 2024 wurde er vorzeitig aus seiner Haft entlassen.
«Jetzt geht es los. Ich will arbeiten, ich will reisen. Jetzt fängt für mich das Leben an.»
Wie geht es jemandem wie ihm auf seinem Weg aus dem Gefängnis zurück ins Leben? Wie sieht sein neuer Alltag aus? Was hat er für Unterstützung, was aber auch für Auflagen? Und was braucht es überhaupt für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft?
Bewährungshelferin und Ex-Frau
Martina Hunziker aus der Kulturredaktion hat Ahmed T. eineinhalb Jahre lang durch seine Bewährungszeit begleitet und ihn regelmässig getroffen. Sie war bei Terminen mit seiner Bewährungshelferin dabei.
«Am Anfang trafen wir uns wöchentlich, nachher haben wir auf zwei Wochen reduziert, danach auf drei Wochen und am Schluss einmal im Monat. Er war sehr verbindlich, sehr gewissenhaft.»
Und sie hat seine Ex-Frau getroffen. Sie und Ahmed T. haben eine gemeinsame Tochter, die heute 15 Jahre alt ist.
«Wir waren jung, und man wusste nicht, worauf man sich einlässt. Aber das weiss man eigentlich nie.»
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
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Alle drei Texte zu Ahmed T.
Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 1): Der Ex-Häftling, die Bewährungshelferin und der Alkohol Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 2): Post vom Amt: Warum Ahmed T. plötzlich die Ausschaffung droht Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 3): Ahmed T. ist auf der Zielgeraden
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05.06.2026
24 Minuten
Ein Familienvater aus Bern will an einem Freitag im März auf Ricardo einfach nur ein Paar Schuhe verkaufen. Am Montag ist das gesamte Familienkonto leer. Mit einer Phishingmail haben Cyberkriminelle die Zwei-Faktor-Authentifizierung seiner Bank ausgehebelt. Und diese lehnt jede Haftung ab, weil der 34-Jährige die Authentifizierung selbst betätigt hat.
Wie konnte es passieren, dass der Familienvater Opfer einer Phishing-Attacke wurde? Warum bleibt die Familie auf ihrem leeren Konto sitzen? Wieso nehmen Meldungen zu Kleinanzeigen-Phishing so stark zu? Und wie kann man sich trotz immer neuer Tricks vor Cyberkriminellen schützen?
Darüber spricht Redaktor Andres Marti einer neuen Folge vom Podcast Gesprächsstoff. Er hat den Familienvater aus Bern getroffen und zu Phishing-Attacken und der rechtlichen Lage dazu recherchiert. Nebst dem Betroffenen kommt im Podcast auch Lucien Jucker, Leiter Datenschutz und Digitalisierung vom Konsumentenschutz, zu Wort.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Zu Gast: Andres Marti
Artikel zur Phishing-Attacken auf Berner Familie
Kleinanzeigen-Phishing: Konto leer geräumt: Konsumentenschutz kritisiert Banken nach Ricardo-Betrug Cyberkriminelle auf Ricardo: «Du verlierst den Boden unter den Füssen»: Wie einer Berner Familie das Konto leer geräumt wurde
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Darüber spricht Redaktor Andres Marti einer neuen Folge vom Podcast Gesprächsstoff. Er hat den Familienvater aus Bern getroffen und zu Phishing-Attacken und der rechtlichen Lage dazu recherchiert. Nebst dem Betroffenen kommt im Podcast auch Lucien Jucker, Leiter Datenschutz und Digitalisierung vom Konsumentenschutz, zu Wort.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Zu Gast: Andres Marti
Artikel zur Phishing-Attacken auf Berner Familie
Kleinanzeigen-Phishing: Konto leer geräumt: Konsumentenschutz kritisiert Banken nach Ricardo-Betrug Cyberkriminelle auf Ricardo: «Du verlierst den Boden unter den Füssen»: Wie einer Berner Familie das Konto leer geräumt wurde
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27.05.2026
1 Stunde 2 Minuten
Der Abend begann gleich mit einer heiklen Frage. Nämlich mit jener nach der Offiziersschule, die Martin Pfister im Jahr 1985 absolvierte – und das offenbar nicht ganz aus freien Stücken. «Ich muss zugeben, dass ich den Korporal nicht freiwillig gemacht habe.»
Inzwischen hat sich Pfister jedoch mit der Armee angefreundet. Seit gut einem Jahr ist er Verteididungsminister. Am Dienstabend sprach der Mitte-Bundesrat im Bierhübeli in Bern über die Aufrüstung der Armee in der Schweiz in einer Welt voller Konflikte.
Im Gespräch erklärt er , warum er die 10-Millionen-Initiative aus sicherheitspolitischen Gründen als gravierend bezeichnet und weshalb der Bundesrat die hohe Zustimmung in den Umfragen als Weckruf sehen sollte. Er spricht über die Partnerschaft mit den USA und die Probleme mit den Bestellungen von Kampfjets und Luftverteidigung. Und ausserdem gibt er preis, wer ihn als Sportminister zum wöchentlichen Joggen mitschleppen muss.
Moderiert wurde der Anlass im Rahmen der Reihe «Bund im Gespräch» von Larissa Rhyn, Leiterin der Bundeshausredaktion und Marcello Odermatt, Chefredaktor vom «Bund».
Moderation: Larissa Rhyn und Marcello Odermatt
Gast: Martin Pfister
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Im Gespräch erklärt er , warum er die 10-Millionen-Initiative aus sicherheitspolitischen Gründen als gravierend bezeichnet und weshalb der Bundesrat die hohe Zustimmung in den Umfragen als Weckruf sehen sollte. Er spricht über die Partnerschaft mit den USA und die Probleme mit den Bestellungen von Kampfjets und Luftverteidigung. Und ausserdem gibt er preis, wer ihn als Sportminister zum wöchentlichen Joggen mitschleppen muss.
Moderiert wurde der Anlass im Rahmen der Reihe «Bund im Gespräch» von Larissa Rhyn, Leiterin der Bundeshausredaktion und Marcello Odermatt, Chefredaktor vom «Bund».
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Über diesen Podcast
Im Berner Podcast «Gesprächsstoff» von «Bund» und Berner Zeitung
geht es um Geschichten, die unser Publikum bewegen. Wir nehmen ein
Berner Topthema der Woche auf - lesen Eure Kommentare zum Thema,
nehmen sie auf, ordnen sie ein und entwickeln sie weiter.
«Gesprächsstoff» kommt alle 14 Tage, jeweils zum Ende der Woche -
moderiert von Sibylle Hartmann.
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