S2 E16 - Die mit dem Ende der Unsichtbarkeit: Der Digitale Produktpass

S2 E16 - Die mit dem Ende der Unsichtbarkeit: Der Digitale Produktpass

41 Minuten

Beschreibung

vor 5 Tagen

Die Lieferkette schlägt zurück!


Wir wussten es immer:


Woher Rohstoffe kommen.

Wie billig Mode produziert wird.

Wie Lithium gefördert wird.

Wie viel Wasser in einem T-Shirt steckt.



Wir wollten es nur nicht so genau wissen.


Der Digitale Produktpass (DPP) ändert das. Er ist aber nicht
einfach ein weiteres Nachhaltigkeitslabel, der DPP ist eine
regulatorische Architekturentscheidung. Mit der
EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) wird
Transparenz zur Marktzugangsbedingung. Für bestimmte
Produktgruppen gilt künftig: Kein gültiger Produktpass, kein
Zugang zum EU-Markt.


Was heißt das nun konkret?


In einem digitalen Datensatz werden unter anderem erfasst:


Herkunft von Materialien

CO2-Fußabdruck

Energie- und Wasserverbrauch

Reparierbarkeit

Recyclingfähigkeit

Einsatz gefährlicher Stoffe...



Ab Februar 2027 wird bspwl. der Batteriepass verpflichtend.
Weitere Produktgruppen wie Textilien, Elektronik oder Möbel
folgen schrittweise.


In dieser Folge spreche ich darüber:


Warum der Digitale Produktpass mehr ist als Bürokratie

Wo die größten Herausforderungen liegen ( Stichwort
Verifikation und Datenqualität)

Warum KMU real strugglen, aber nicht chancenlos sind

Wie Transparenz Reparatur, Recycling und faire
Wettbewerbsbedingungen verändern kann

Und warum Regulierung manchmal der einzige Weg ist,
Marktversagen zu korrigieren



"Aber":


Der Digitale Produktpass ist kein moralisch-magischer
Zauberstab.Er wird keine schlechte Unternehmenskultur heilen.Er
wird keine Konsumentinnen und Konsumenten zwingen, anders zu
kaufen.


"Aber" er verändert die Spielregeln. Transparenz wird nicht
länger freiwilliges Marketing sein sondern Teil der
Infrastruktur.


Und vielleicht ist genau das der entscheidende Unterschied. Denn
am Ende ist der Digitale Produktpass kein QR-Code.Er ist das Ende
einer Ausrede. Viel Spaß mit Staffel 2, Folge 16 von „Irgendwas
mit Nachhaltigkeit?“

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