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Beschreibung
vor 3 Monaten
Diese Episode ist keine leichte – und keine schnelle.
Wir klären zuerst nüchtern, wer Baal und Moloch historisch
wirklich waren – jenseits der Bilder aus Social Media. Warum
tauchen antike Namen in modernen Skandalen auf? Warum erzeugen
große Verbrechen große Erklärungen? Und warum glaubt unser Kopf
manchmal lieber an Dämonen als an banale Machtstrukturen?
Wir sprechen über Emotionalisierung, Confirmation Bias,
rassistische Verkürzungen und Fatalismus. Über die Dynamik
sozialer Medien – und darüber, wie einfache Narrative echte
Aufklärung behindern können.
Dann wird es psychologisch: Wie funktionieren Rituale und
Symbolik? Wo endet Spiritualität – und wo beginnt Projektion?
Und schließlich geht es um Macht, Kontext und menschliches
Verhalten. Um den Lucifer-Effekt. Um die Banalität des Bösen. Um
die Systemfrage: Wie arbeitet Justiz? Warum gibt es keine
schnellen Verhaftungen? Was bedeutet Due Process – und wie
schützt man Opfer, ohne Ermittlungen zu gefährden?
Diese Folge füttert keine Mythen.
Sie schürt keine Wut.
Sie versucht, ein schweres Thema ohne Mystifizierung zu
betrachten.
Denn am Ende stehen keine alten Götter vor Gericht.
Sondern Menschen.
Und mit ihnen die Frage nach Macht, Verantwortung und Schutz.
Euer Ingmar
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