31 END OF A LONG STORY

31 END OF A LONG STORY

Eine Verkettung zufälliger Gleichzeitigkeiten
11 Minuten

Beschreibung

vor 3 Monaten
„Das war eine Verknüpfung von Zwängen und Zufällen. Eine Verkettung
von zufälligen Gleichzeitigkeiten.“ Der Unternehmer Uwe Paris
begründet den Verkauf des starken Standorts Bremen nicht mit
Geldgier, sondern mit Realismus: Sein Kümmern hätte die Lage nicht
gewendet – das müsse ein Käufer leisten. Bei Kirchner misslingt die
Nachfolge: Bewerber sehen Risiken am Bildschirm, nicht die Chancen
in der Werkhalle. Ein 26-jähriger Metallbauer sagt nach
anfänglicher Zusage ab; er rechnet nur Worst-Case und ignoriert
verfügbare Puffer. Paris sucht jahrelang europaweit, erwägt die
Verschrottung – und genau dann findet sich ein Käufer: über die
Koinzidenz eines Rohmaterial-Händlers und eine belgische Firma, die
die komplette Graphitbearbeitungstechnik übernimmt. Mit ihr
wechselt auch Tanja samt 27 Jahren Erfahrung – Garantie für
Kontinuität. So lebt die Idee Fred Kirchners weiter, an anderem
Ort, ohne ihn. Resümierend schmerzt ihn weniger der Preis als das
Unverständnis vieler Entscheider. Heute funktioniert das Modell
wieder profitabel – doch in seinem Alter stellt sich nicht mehr die
Frage, es selbst fortzuführen.

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