Cloud Services und der Objektspeicher Amazon S3 #104

Cloud Services und der Objektspeicher Amazon S3 #104

47 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Cloud-Services bilden das Fundament moderner IT-Infrastrukturen.
Ohne skalierbare Cloud-Lösungen stoßen wachsende Anwendungen
schnell an Hardware-Grenzen und erfordern massiven
administrativen Aufwand. Die Nutzung dieser Dienste ist deshalb
eine notwendige Investition in die Flexibilität und
Ausfallsicherheit von Systemen.


Dabei muss man klar zwischen klassischem „Bare Metal“ Hosting und
echter Managed Cloud unterscheiden. Während bei der reinen
Server-Miete die volle Verantwortung für Betriebssystem,
Sicherheit und Wartung beim Kunden liegt, übernehmen Hyperscaler
wie AWS, Azure oder Google Cloud diese Aufgaben weitgehend. Das
Angebot lässt sich dabei funktional in vier Kernsäulen gliedern:
Compute, Storage, Database und Networking.


In dieser Folge erklären wir die grundlegende Architektur der
Cloud mit einem speziellen Fokus auf Object Storage am Beispiel
von Amazon S3. Anstatt Daten – wie in klassischen RAID-Systemen
üblich – simpel und speicherintensiv zu spiegeln, setzt die Cloud
auf fortgeschrittene mathematische Verfahren wie das sogenannte
Erasure Coding.


Dabei werden Dateien in kleine Segmente („Chunks“) zerlegt, um
errechnete Paritätsdaten ergänzt und über verschiedene
physikalische Server verteilt. Dieses System schützt die Daten
effizient vor Hardwareausfällen oder schleichender
Datenkorruption („Bitrotting“) durch kosmische Strahlung. So
lässt sich selbst bei enormen globalen Datenmengen eine extrem
hohe Ausfallsicherheit und Langlebigkeit garantieren, ohne die
benötigten Speicherkapazitäten unverhältnismäßig zu belasten.


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