KI-Gipfel in Delhi und was das alles mit Kochrobotern zu tun hat

KI-Gipfel in Delhi und was das alles mit Kochrobotern zu tun hat

17 Minuten

Beschreibung

vor 20 Stunden

Herzlich Willkommen und schön, dass Sie mit dabei sind bei dieser
Folge von Wirtschaft mit Weisbach. Wir sind
zurück im normalen Modus und deswegen heute auch mit
verschiedenen Themen aus der internationalen Tech- und
Unternehmenswelt.


Wie immer freue ich mich über Ihr Feedback – schreiben Sie gerne
an kontakt@wirtschaftmitweisbach.de oder
vernetzen Sie sich mit mir über LinkedIn.
Use Case aus Deutschland: Circus Robotics

Ein konkretes Beispiel für die Verbindung von KI und Robotik ist
die Circus Group aus München. Das Unternehmen
entwickelt kommerzielle Kochroboter – vereinfacht gesagt: ein
hochskalierbarer, vollautomatisierter „Thermomix“, der ohne
menschliche Arbeitskraft auskommt.


Ich habe mit dem Gründer Nikolas Bullwinkel
gesprochen.


Besonders bemerkenswert: Circus ist offiziell zertifiziert durch
die NATO Support and Procurement Agency (NSPA).
Das Münchner Unternehmen ist damit berechtigt, an
Verteidigungsbeschaffungen und Direktvergaben aller
Mitgliedsstaaten teilzunehmen. Circus ist aktuell der einzige
gelistete Anbieter vollautomatisierter KI-Robotiklösungen für die
taktische Truppenversorgung.


Hier zeigt sich sehr konkret, wie KI nicht nur Software bleibt,
sondern physische Infrastruktur, Logistik und sogar militärische
Versorgung verändern kann.
Bayer und Monsanto – Befreiungsschlag oder neues Risiko?

Es sollte ein Befreiungsschlag für die Aktie werden: Bayer gab
vergangene Woche einen milliardenschweren Vergleich im
Glyphosat-Rechtsstreit in den USA bekannt.


Der DAX-Konzern ist bereit, bis zu 7,25 Milliarden
Dollar über einen Zeitraum von 21 Jahren an bestehende
und neue Kläger zu zahlen. CEO Bill Anderson sprach von einem
wichtigen Meilenstein und einem „Weg zur finalen Klärung“.


Zunächst reagierte die Börse euphorisch. Doch schon am nächsten
Tag kamen Zweifel auf.


Der Plan hat eine lange Liste möglicher Hürden:
Ein Richter in Missouri muss zustimmen.Teilnehmer der
Sammelklage können sich gegen den Vergleich entscheiden.Bayer kann
den Deal platzen lassen, falls nicht genügend Kläger zustimmen.Für
den Erfolg braucht es nahezu 100 Prozent Zustimmung.

Hinzu kommt: Ein ähnlicher Vergleich aus dem Jahr 2020 war
letztlich gescheitert.


Politische Unterstützung erhält Bayer nun jedoch aus Washington.


US-Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Executive Order, um
die Versorgung der US-Verteidigungsindustrie und der heimischen
Landwirtschaft mit Phosphor und Glyphosat sicherzustellen.
Rechtsgrundlage ist der Defense Production Act.


In dem Dokument wird Bayer ausdrücklich als einziger verbliebener
US-Produzent sowohl für Phosphor als auch für Glyphosat genannt –
von Marktbeobachtern bereits als „Lex Bayer“ bezeichnet.


Die Aktie liegt auf Jahressicht rund 60 Prozent im Plus – notiert
jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau vor Beginn der
Monsanto-Klagen. Vor zehn Jahren begann mit der
Monsanto-Übernahme ein Kapitel, das den Konzern bis heute prägt.


Nächste Woche spreche ich mit dem Gründer der Deutschen
Familienversicherung. Es geht um private
Krankenversicherungen – und um neue Gesetzesvorhaben der
Bundesregierung.


Ich freue mich, wenn Sie auch dann wieder mit dabei sind.


Vielen Dank fürs Zuhören!





Annette Weisbach ist seit über 15 Jahren als
Wirtschaftsjournalistin für internationale Medien wie CNBC,
Bloomberg und DW-TV tätig. Als CNBC-Korrespondentin führe ich
regelmäßig Interviews mit Top-Entscheidungsträgern und...

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