Das Guns-and-Butter-Modell
Die Analyse von Aufrüstungsphasen der letzten 150 Jahre zeigt
ernüchternde Ergebnisse zum Finanzgebaren der Staaten in solchen
Zeiten.
1 Stunde 2 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Mit dem Ende des Kalten Krieges sanken die Verteidigungsausgaben
in den westlichen Staaten deutlich, in Europa bis 2015 im Schnitt
um rund 25 Prozent gegenüber 1990. Diese „Friedensdividende“
wurde jedoch nicht genutzt, um Staat und Abgabenlast zu
reduzieren, sondern um den Wohlfahrtsstaat auszubauen.
Angesichts der geopolitischen Zeitenwende liegt es auf der Hand,
dass wir diese Entwicklung umkehren müssen. Die Politik müsste
Sozialausgaben zugunsten von Verteidigung und Investitionen in
die wirtschaftliche Basis kürzen. Doch damit tut sie sich
offenkundig schwer. Stattdessen setzt man darauf, das staatliche
Budget auszuweiten, um beides zu haben: den Sozialstaat und die
höheren Verteidigungsausgaben. Das passt zur historischen
Erfahrung: Guns-and-Butter-Rüstung obendrauf, während der
Sozialstaat bleibt. Die Folge sind mehr Schulden und mehr Steuern
– und das dauerhaft.
Europa diskutiert über gemeinsame Schulden und neue „Safe
Assets“, um Aufrüstung, Transformation und geopolitische
Herausforderungen zu finanzieren. Doch wie sicher sind
Staatsanleihen wirklich, wenn Staaten unter Druck geraten? Die
aktuelle Forschung zeigt, dass ausgerechnet in Kriegen und in
Krisenzeiten Staatsanleihen historisch häufig massive
Realverluste für Gläubiger und Sparer gebracht haben.
Im Expertengespräch erklärt Dr. Christoph Trebesch, Professor für
Makroökonomie an der Universität Kiel und Direktor der Kiel
Initiative in Geopolitics and Economics am IfW Kiel, die
historischen Muster von Aufrüstung, die langfristigen
fiskalischen Folgen und die Frage, ob Europa sich eine
Guns-and-Butter-Politik überhaupt leisten kann.
Hörerservice
Analyse Are Government Bonds Safe in Times of War and Pandemic?:
https://is.gd/0qrHzV
Studie Guns and Butter: The Fiscal Consequences of Rearmament and
War: https://is.gd/NrTOgr
beyond the obvious
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