Das Walsermännlein
12 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Sagen aus Vorarlberg zeigen den Glauben an Naturgeister und die
Interaktion der Menschen mit diesen unsichtbaren Wesen in den
Alpen.
Sie sind Teil des kulturellen Erbes und erzählen von der
Beziehung zwischen Mensch und Natur, wie sie in der Geschichte
der Walser geprägt war.
Die Sage vom Walsermännlein erzählt von einem
kleinen, schelmischen Haus- oder Berggeist, der in den Walser
Tälern (wie dem Kleinwalsertal in Vorarlberg) um 1772 bei einer
Witwe in Riezlern umging, Streiche spielte, Milch stahl, Suppen
verunreinigte, aber auch magische Fähigkeiten besaß, indem er
gefüllte Knödel in Gold verwandelte, und schließlich mit einem
verschwundenen Topf verschwand, wobei er sich dem Jungen zeigte,
der ihn entdeckte.
Es ist ein typisches Beispiel für lokale Berggeister-Sagen, die
von Naturgeistern, Schabernack und verborgenen Schätzen
handeln.
Ich kenne das Märchen seit 1956 aus dem Buch „Die Sagen
Vorarlbergs“, von Franz Josef Vonbun (Vorarlberger Heimatforscher
und Priester), Erstausgabe 1870.
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