International: Malta, Europas grösstes Wirtschaftswunder
Keine europäische Wirtschaft wuchs in den letzten Jahren so
beständig und schnell wie jene Maltas. Treiber sind der Tourismus,
das online-Glücksspiel, die Finanzdienstleister oder der Verkauf
maltesischer Pässe an Ausländer. Getrübt wird der Erfolg al ...
27 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Tag
Keine europäische Wirtschaft wuchs in den letzten Jahren so
beständig und schnell wie jene Maltas. Treiber sind der Tourismus,
das online-Glücksspiel, die Finanzdienstleister oder der Verkauf
maltesischer Pässe an Ausländer. Getrübt wird der Erfolg allerdings
durch die weit verbreitete Korruption. Malta versteht es bestens,
seine Kleinstaatlichkeit in wirtschaftlichen Erfolg umzumünzen. Als
kleiner Staat kann es Gesetze erlassen und damit in lukrativen
Nischen hohe Gewinne erzielen. Ein Beispiel dafür ist das
online-Glücksspiel. In diesem aufstrebenden Sektor ist Malta einer
der Marktführer. Rund 10 Prozent der maltesischen
Wirtschaftsleistung stammen aus dem sogenannten online-Gambling.
Malta wurde 1964 von Grossbritannien unabhängig und ist seit 2004
Teil der EU. Die Teilhabe am Binnenmarkt, die englische Sprache
oder die gut ausgebildete Bevölkerung sind weitere Faktoren, die
den Boom begünstigen. Im kleinen Inselstaat entstanden in den
letzten Jahren hunderttausende neue Stellen. Viele sind nur über
die massive Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu besetzen.
Was zunehmend Widerstand weckt. Schwere Korruptionsfälle
überschatten den Erfolg. In diese sind auch Exponenten aus Politik,
Wirtschaft und Verwaltung involviert. Augenfällig wurde dies durch
den Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia im Jahr 2017.
Sie hatte zu Korruptionsskandalen recherchiert und bezahlte dies
mit ihrem Leben.
beständig und schnell wie jene Maltas. Treiber sind der Tourismus,
das online-Glücksspiel, die Finanzdienstleister oder der Verkauf
maltesischer Pässe an Ausländer. Getrübt wird der Erfolg allerdings
durch die weit verbreitete Korruption. Malta versteht es bestens,
seine Kleinstaatlichkeit in wirtschaftlichen Erfolg umzumünzen. Als
kleiner Staat kann es Gesetze erlassen und damit in lukrativen
Nischen hohe Gewinne erzielen. Ein Beispiel dafür ist das
online-Glücksspiel. In diesem aufstrebenden Sektor ist Malta einer
der Marktführer. Rund 10 Prozent der maltesischen
Wirtschaftsleistung stammen aus dem sogenannten online-Gambling.
Malta wurde 1964 von Grossbritannien unabhängig und ist seit 2004
Teil der EU. Die Teilhabe am Binnenmarkt, die englische Sprache
oder die gut ausgebildete Bevölkerung sind weitere Faktoren, die
den Boom begünstigen. Im kleinen Inselstaat entstanden in den
letzten Jahren hunderttausende neue Stellen. Viele sind nur über
die massive Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu besetzen.
Was zunehmend Widerstand weckt. Schwere Korruptionsfälle
überschatten den Erfolg. In diese sind auch Exponenten aus Politik,
Wirtschaft und Verwaltung involviert. Augenfällig wurde dies durch
den Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia im Jahr 2017.
Sie hatte zu Korruptionsskandalen recherchiert und bezahlte dies
mit ihrem Leben.
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