Was haben alte Handys mit dem Gorilla-Schutz zu tun? Artenschutz im natürlichen Lebensraum
49 Minuten
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vor 2 Wochen
Was hat unser Smartphone mit dem Schutz von Gorillas zu tun?
Mehr, als man denkt. In dieser Folge des Wilhelma-Podcasts
sprechen wir über Artenschutz direkt im natürlichen Lebensraum
der Tiere – den sogenannten In-situ-Artenschutz.
Zum Einstieg geht es um das Handy-Recyclingprojekt der Wilhelma:
Alte Mobiltelefone enthalten wertvolle Rohstoffe, deren Abbau oft
Lebensräume von Gorillas zerstört. Durch das Sammeln und Recyceln
alter Handys können wichtige Schutzprojekte im
zentralafrikanischen Regenwald finanziert werden, etwa für
Ranger, Patrouillenposten und Bildungsprojekte in den Gemeinden
rund um die Gorilla-Lebensräume.
Außerdem berichtet Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin von seinem
Besuch beim Sumatra-Nashorn-Projekt im
Way-Kambas-Nationalpark. Von dieser kleinsten Nashornart leben
nur noch rund 40 Tiere. In einer gesicherten Zuchtstation mitten
im Regenwald werden die letzten Tiere zusammengebracht, um
Nachwuchs zu ermöglichen – ein entscheidender Schritt für das
Überleben der Art.
Doch das ist nur ein Teil der weltweiten Arbeit:
Die Wilhelma unterstützt unter anderem
weibliche Ranger-Teams in Südafrika, die
Nashörner vor Wilderern schützen,
Herdenschutzhunde in Namibia, die Konflikte
zwischen Viehhirten und Geparden verhindern,
die Wiederaufforstung von Regenwald auf
Borneo, um Lebensraum für Orang-Utans zu schaffen,
sowie Meeresschildkröten-Schutzprogramme in
Kenia, die Niststrände sichern und Gelege schützen.
In der Folge sprechen wir auch über das große Ganze:
Was unterscheidet eigentlich die Klimakrise von der
Biodiversitätskrise? Und warum hängen beide so eng zusammen?
Eine Folge über globale Verantwortung, konkrete Projekte auf
mehreren Kontinenten – und darüber, wie selbst ein altes Handy
zum Artenschutz beitragen kann.
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