Romanze in Moll / Zeiten des Aufruhrs

Romanze in Moll / Zeiten des Aufruhrs

55 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Nach dem Happy-End
 A) Romanze in Moll
Deutsches Liebesdrama von 1943



 Frankreich zur Zeit der Belle Époque. Nach dem
Selbstmordversuch seiner Frau erfährt ein Kleinbürger, dass es
sich bei der Perlenkette, die er oft an ihr gesehen hat
keineswegs um eine Imitation handelt. Das erlaubt nur einen
Schluss: seine schöne Frau hatte einen reichen Verehrer. In
Rückblenden wird die Liebesgeschichte aufgerollt: Madeleine
(Marianne Hoppe) lernt zufällig den pompösen Komponisten Michael
(Ferdinand Marian) kennen und inspiriert ihn zu einer
künstlerischen Entscheidung. Schließlich gibt sie seinem Werben
nach. Eine Rückkehr in ihr altes Leben wird durch einen Erpresser
verhindert ...
 
Für den französischen Filmhistoriker Sadoul war diese Verfilmung
einer Vorlage von Guy de Maupassant der einzige deutsche Film von
künstlerischem Wert, der während des Dritten Reichs gedreht
wurde. Viele seiner Landsleute bestätigten, dass Helmut Käutner
darin am reinsten den Geist des Autors beschworen habe. In der
Bundesrepublik, wo sich Käutners Karriere bis ins Fernsehen
fortsetzte, wurde ein anderer Käutner-Film aus der Ära allerdings
noch populärer: das flotte musikalische Drama „Große Freiheit Nr.
7“ mit Hans Albers.   
 
 B) Zeiten des Aufruhrs /
Revolutionary Road
Amerikanisches Ehedrama von 2008

Die USA Mitte der 50er Jahre. Ihrem Mann Frank zuliebe hat sich
die verhinderte Schauspielerin April mit ihrer Familie in einem
hübschen Vorort von Connecticut niedergelassen. Da Frank
seinerseits an seinem drögen Bürojob leidet, schlägt sie ihm aus
einer Laune heraus vor, auszusteigen und nach Paris zu
übersiedeln. Frank lässt sich darauf ein, vor allem, um nicht wie
sein Vater zu enden, der einst in der selben Firma versauerte.
Die Vorbereitungen laufen an. Doch dann bietet man Frank
überraschend eine Beförderung an – und April wird schwanger. Über
die Konsequenzen daraus sind die Eheleute unterschiedlicher
Meinung …

In den Nuller- und Zehnerjahren wurde durch die Serie „Mad Men“
der Autor John Cheever kurzzeitig wiederentdeckt und mit ihm die
kleinen Tragödien der Vorstadt nach dem Kriege, Geschichten von
Ehemännern, die mit dem Vorortzug in die Stadt fahren und dort
angeblich länger im Büro bleiben, um in Wahrheit ihre Frauen zu
betrügen. Auf der Kinoleinwand war Sam Mendes‘ „Revolutionary
Road“ nach Richard Yates das denkwürdigste Ergebnis dieses
Trends. Das garantierte seinen Erfolg ebensowenig wie die
Wiedervereinigung von Kate Winslet und Leonardo DiCaprio, dem
tragischen Liebespaar aus „Titanic“.

Nächste Woche: Rocky und Der
Zirkus

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