Hast Du schon gehört..? #111

Hast Du schon gehört..? #111

News & Tipps aus der GA
22 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen
1. eVTOL in der Luftrettung: Erprobung des „Romeo" startet 2.
Krisengipfel zur Flugmedizin: Ministerium macht Druck auf das LBA
3. AERO 2026: Markiert euch den 12. Februar für die Slot-Jagd! 4.
Der 60-Minuten-Check: Pflichtübung oder echte Chance?
https://www.aerokurier.de/praxis/auffrischungsschulung-eine-flugstunde-fuer-die-sicherheit/
5. Profi-Tipps für die Linse: „Behind the Lens"-Workshop
https://www.aerokurier.de/fotoworkshop-air-to-air-fotografie-von-den-besten-lernen/
6. Vereinskultur im Wandel: Rituale wertschätzend gestalten
https://www.daec.de/news/news-detail/rituale-im-luftsport/ 7.
Shark-Treffen in Hilzingen: Hai-Alarm im Hegau 
Event: Achtes
Treffen der Shark-Community (Segelflieger). 
Wann: 4. bis 11. Juli
(flexible Anreise möglich). 
Wo: Hilzingen (EDTH), im Hegau nahe
dem Bodensee. Fliegerisch rechnen statt raten: Die wichtigsten
Faustformeln für Privatpiloten Rechnen im Cockpit ist keine
Nostalgie aus der Zeit vor Tablet und Glascockpit. Es ist aktives
Risikomanagement. In dieser Folge geht es um genau die
Faustformeln, die in der Allgemeinen Luftfahrt täglich über
Sicherheitsreserven entscheiden – bei Startstrecke, Landestrecke,
Dichtehöhe, Seitenwindkomponente und Navigation. Wir sprechen über
reale Flugleistungsberechnung statt Idealwerte aus dem
Flughandbuch. Standardatmosphäre, 15 Grad und Meereshöhe existieren
fast nie. Temperatur, Platzhöhe, QNH-Abweichung, Bahnneigung oder
Gras verändern die Performance spürbar. Pro Prozent Steigung rund
zehn Prozent mehr Startstrecke. Gras schnell plus zwanzig Prozent.
Aus rechnerisch sicheren 600 Metern werden realistisch 900 Meter.
Genau hier trennt sich Theorie von Praxis. Ein Schwerpunkt ist die
Dichtehöhe. Warum sich ein Flugzeug an warmen Tagen „müde“ anfühlt,
obwohl der Platz fast auf Meereshöhe liegt. Wie du Druckhöhe
überschlägst (30 ft pro hPa Abweichung) und Temperaturkorrekturen
berechnest (ca. 120 ft pro Grad über ISA). Und warum daraus
plötzlich mehrere tausend Fuß Leistungsunterschied entstehen
können. Wir klären den Unterschied zwischen IAS und TAS
(Faustregel: rund 2 Prozent mehr True Airspeed pro 1.000 ft),
sprechen über Höhenmesserfehler bei kalter Luft und zeigen, warum
du im Gebirge real tiefer fliegst als angezeigt. Auch der
Kurvenflug wird sauber eingeordnet: steigende
Überziehgeschwindigkeit mit zunehmender Querneigung ist kein
Detail, sondern ein echter Sicherheitsfaktor im Anflug. In der
Navigation geht es um die 1:60-Regel, rechtweisend versus
missweisend, Kartenmaßstab und schnelle Korrekturen ohne
Taschenrechner. Beim Seitenwind reicht im Cockpit die
Drittel-Methode – bis 30 Grad voller Wind, 30–60 Grad zwei Drittel,
darüber ein Drittel. Dazu der Umgang mit Böigkeit und die saubere
Erhöhung der Anfluggeschwindigkeit. Auch die Kraftstoffplanung wird
realistisch betrachtet: nicht nur Reiseflugverbrauch, sondern
Rollen, Start, Steigflug, Verzögerungen, Alternate und gesetzliche
Reserven (30 Minuten am Tag, 45 Minuten bei Nacht). Mindestbedarf
ist keine Komfortzone. Diese Episode richtet sich an Privatpiloten,
die Flugplanung nicht als Pflichtübung sehen, sondern als Kern
ihrer Flugsicherheit. Keine Theorieakrobatik, sondern belastbare
Überschlagsrechnungen für den Alltag. Wer Zahlen versteht, trifft
bessere Entscheidungen – besonders dann, wenn es im Cockpit schnell
gehen muss.

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