Ist der Arbeitsmarkt kaputt?

Ist der Arbeitsmarkt kaputt?

Arbeitskräftemangel war gestern – jetzt bauen viele Unternehmen wieder Jobs ab. Politiker fordern harsche Reformen für den Arbeitsmarkt. Könnte das helfen?
1 Stunde 7 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen
Ein Gefühl galt in Deutschland lange Zeit als vergessen: der
ängstliche Blick auf den Arbeitsmarkt. Seit gut einem Jahrzehnt
mussten meist nicht die Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz
fürchten, viel mehr hatten die Unternehmen große Mühe, überhaupt
geeignetes Personal zu finden. Fachkräftemangel, gar allgemeiner
Arbeitskräftemangel war das Problem. Jetzt aber scheint sich der
Arbeitsmarkt zu drehen. Drei Millionen Arbeitslose, Stellenabbau in
vielen Unternehmen und eine anhaltende Wirtschaftskrise – das sind
die Nachrichten, die viele Menschen umtreiben. Gleichzeitig
durchläuft der Arbeitsmarkt eine Neuausrichtung. Berufsanfängern
fällt der Einstieg schwerer, selbst Hochqualifizierte müssen
momentan länger neue Stellen suchen. Die Unternehmen klagen über
viel zu hohe Kosten und Sozialabgaben. Auch der Faktor KI spielt
eine immer wichtigere Rolle. Ist der deutsche Arbeitsmarkt kaputt?
Darüber diskutieren wir in dieser neuen Folge von Ist das eine
Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Eingeladen haben wir dazu die
Arbeitswissenschaftlerin Katharina Hölzle, Leiterin
des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und
Organisation IAO in Stuttgart. Klare Worte findet die Forscherin
für die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder
(CSU) nach einer Stunde Mehrarbeit, um die Konjunktur anzukurbeln.
"Was für ein Quatsch“, sagt Hölzle, "nur weil wir alle eine Stunde
mehr vor dem Computer sitzen, heißt das nicht, dass es der
deutschen Wirtschaft besser geht.“  Mit Blick auf die Debatte
darum, ob die Deutschen zu wenig arbeiten, sagt sie: "Wenn man es
wirklich runterrechnet und schaut, wie es auch mit den Überstunden
aussieht, kann man nicht pauschal sagen, die Deutschen sind faul.“
Gibt es also überhaupt zu viel Teilzeit, zu viele Krankmeldungen,
zu viel Faulheit in Deutschland? Brauchen wir eher andere
Rahmenbedingungen für die Arbeit als einfach mehr davon? Wird KI
uns wirklich Jobs wegnehmen – oder macht sie uns vielleicht so viel
produktiver, dass die hohen Lohnnebenkosten am Ende gar kein
Problem mehr sind?  Zu Gast ist außerdem die
ZEIT-Wirtschaftsredakteurin Tina Groll, die sich die Details und
Zahlen des Arbeitsmarktes für uns genauer angesehen hat und
erklärt, wie schlimm die Lage wirklich ist und wo die Sorgen um den
Jobverlust am größten sind.  Ist das eine Blase? ist der
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren
die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis
über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und
Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr
hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen
kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch
lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier
geht's zum Angebot. 

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

Xylocopa
Schlumpfhausen
punkpunk
wiesbaden
StephanRohr
Erftstadt
15
15