Folge 4: Die Nacht, in der der Mond traurig war
23 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
Folgenbeschreibung
Die Nacht, in der der Mond traurig war
Hoch über dem schwarzen Wald schwebt der Mond – eine scharfe,
helle Sichel, unbeachtet von der Welt unter ihm. Einst wurde er
begleitet von Seufzern, Gedichten und stillen Wünschen. In dieser
Nacht jedoch blickt niemand mehr zu ihm auf. Die Stadt unter ihm
leuchtet grünlich, kalt und künstlich. Der Mond fühlt sich
einsam.
Zwischen Melancholie und Trotz entscheidet er sich zu einer
kleinen Rebellion: Er legt sich über der Stadt auf den Rücken –
einfach so, in der leisen Hoffnung, dass es jemand bemerken möge.
Während die Sterne schweigen und Kassiopeia skeptisch zusieht,
entdeckt der Mond die Quelle seiner Vergessenheit: das fahle
Licht moderner Bildschirme, das den echten Nachthimmel ersetzt.
Doch dann geschieht etwas Unerwartetes.
In einem Zimmer erkennt der Mond einen jungen Dichter – und durch
einen Anruf, der Mut erfordert, findet eine junge Liebe ihren Weg
zurück zueinander. Ein Spaziergang beginnt, Worte lösen sich,
Nähe entsteht. Und der Mond wird gesehen.
„Die Nacht, in der der Mond traurig war“ ist ein
märchenhaft-philosophisches Gleichnis über Aufmerksamkeit und
Ablenkung, über alte Sehnsüchte in einer modernen Welt
und über die stille Macht des Himmels, Menschen wieder
zusammenzuführen.
Ein leises Märchen für Erwachsene – melancholisch, humorvoll und
zärtlich.
Erzählt aus dem Zen-Garten, dort, wo selbst der Mond noch
Geschichten erlebt.
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