Rosa Luxemburg - Taktik der Revolution
21 Minuten
Beschreibung
vor 5 Monaten
Aus leninistischer Sicht war Luxemburgs Ansatz oft zu
„romantisch“ – eine Hoffnung auf die schöpferische Energie der
Massen, die zwar real ist, aber ohne straffe politische Führung
schnell verpufft. Luxemburg betont stark, dass die Massen im
Kampf selbst lernen. Wir würde einwenden, dass spontane
Bewegungen ohne entschlossene Führung ins Leere laufen. Nur eine
straff organisierte, disziplinierte Avantgarde kann die
Arbeiterklasse tatsächlich zur Macht führen. Sonst bleibe sie
Spielball des Bürgertums.Der bolschewistische Erfolg beweist,
dass eine disziplinierte, entschlossene Kader-Partei durchaus in
der Lage ist, in einer revolutionären Situation führend
einzugreifen und so den Staatsapparat zu stürzen. Hierin hat sich
Luxemburg noch etwas getäuscht - und sie hatte leider nicht mehr
die Zeit, das später einzugestehen. Ihr Artikel enthält
allerdings trotzdem einige lehrreiche Nuancen. Heute gilt:
spontane Aufstände, Graswurzelproteste und unerwartete
Streikwellen sind nicht nur „Störungen“ für die Revolution,
sondern können Lern- und Politisierungsorte, praktische Seminare
des Kommunismus sein - in die Kommunisten unter Umständen
eingreifen können und sollten.
Weitere Episoden
25 Minuten
vor 4 Tagen
58 Minuten
vor 3 Wochen
56 Minuten
vor 2 Monaten
6 Minuten
vor 2 Monaten
5 Minuten
vor 2 Monaten
In Podcasts werben
Kommentare (0)