Epstein-Files – Wer schützt hier wen?
26 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Korrektur: In einer früheren Version dieses Videos wurde
fälschlicherweise angegeben, Ghislaine Maxwell stamme aus
bescheidenen Verhältnissen.
Die Epstein-Akten sind eine massive Datenflut: über
drei Millionen Seiten mit Dokumenten, Videos und Fotos. In Europa
haben die Veröffentlichungen bereits konkrete Folgen.
Ex-Botschafter treten zurück, Minister geraten unter Verdacht,
Königshäuser stehen unter öffentlichem Druck. Auch in
Deutschland wächst der politische Druck, mögliche
Verbindungen systematisch auszuwerten; Abgeordnete fordern eine
Prüfung durch die Nachrichtendienste und eine transparente
Aufarbeitung möglicher Kontakte.
In den USA hingegen verlagert sich die Debatte bislang vor allem
auf formale Fragen der Veröffentlichung: Schwärzungen,
Fristen, Zuständigkeiten – und auf parteipolitische
Schuldzuweisungen. Politische oder juristische Konsequenzen für
schwer belastete Spitzenfiguren bleiben weitgehend aus. Kritiker
werfen dem Justizministerium vor, mit fehlerhaften Schwärzungen
den Opferschutz zu unterlaufen und zugleich den
Eindruck selektiver Geheimhaltung zu erwecken. So droht
die Aufarbeitung in prozeduralen Debatten steckenzubleiben,
während die Aussagen der Überlebenden erneut an den Rand gedrängt
werden.
Eine der wichtigsten Fragen bleibt: Wann, wenn überhaupt, wird
endlich aus der Perspektive der Opfer verstanden und debattiert?
Wie kann es sein, dass die Aufklärung bis heute blockiert wird?
Und für wen könnten die Files doch noch gefährlich
werden? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der
127. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Rieke
Havertz, internationale ZEIT-Korrespondentin und Co-Gastgeberin
des Podcasts OK, America?.
Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und
auf YouTube.
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