#111 mit Annekathrin Kohout - Deutungs-Macht-Kämpfe in Sozialen Medien
55 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Annekathrin Kohout ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und
freie Autorin. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale
Bildkulturen“ im Wagenbach‑Verlag und der Zeitschrift „POP. Kultur
und Kritik“ und schreibt für die taz eine Kolumne über
Internetkultur. Zu ihren jüngsten Texten zählen Titel zu
Netzfeminismus, Nerd‑Kultur und K‑Pop. Im Gespräch wirft sie auf
Basis ihres Buches Hyperreaktiv einen kritischen Blick auf die
„Reaktionskultur“ der sozialen Medien: Warum Online‑Kommunikation
häufig von Überreizung, Missverständnissen und gegenseitigem
Misstrauen geprägt ist und wie Bilder gezielt politisch eingesetzt
werden. Sie erklärt, dass Algorithmen Beiträge belohnen, die starke
Reaktionen hervorrufen, ein System, das Deutungsmacht konzentriert
und gleichzeitig Polarisierung fördert. Anhand aktueller Beispiele,
etwa dem umstrittenen Instagram‑Post von Greta Thunberg, zeigt sie,
wie Nutzer*innen durch ständiges Bewerten, Kommentieren und Teilen
Einfluss auf die öffentliche Debatte gewinnen, aber gleichzeitig
das Risiko besteht, dass falsche Informationen und Lagerdenken
verstärkt werden. Abschließend diskutiert sie, welche Verantwortung
jede und jeder Einzelne im Netz trägt und welche einfachen
Strategien helfen können, einen konstruktiven, demokratischen
Diskurs trotz der Tendenz zur Spaltung aufrechtzuerhalten.
freie Autorin. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale
Bildkulturen“ im Wagenbach‑Verlag und der Zeitschrift „POP. Kultur
und Kritik“ und schreibt für die taz eine Kolumne über
Internetkultur. Zu ihren jüngsten Texten zählen Titel zu
Netzfeminismus, Nerd‑Kultur und K‑Pop. Im Gespräch wirft sie auf
Basis ihres Buches Hyperreaktiv einen kritischen Blick auf die
„Reaktionskultur“ der sozialen Medien: Warum Online‑Kommunikation
häufig von Überreizung, Missverständnissen und gegenseitigem
Misstrauen geprägt ist und wie Bilder gezielt politisch eingesetzt
werden. Sie erklärt, dass Algorithmen Beiträge belohnen, die starke
Reaktionen hervorrufen, ein System, das Deutungsmacht konzentriert
und gleichzeitig Polarisierung fördert. Anhand aktueller Beispiele,
etwa dem umstrittenen Instagram‑Post von Greta Thunberg, zeigt sie,
wie Nutzer*innen durch ständiges Bewerten, Kommentieren und Teilen
Einfluss auf die öffentliche Debatte gewinnen, aber gleichzeitig
das Risiko besteht, dass falsche Informationen und Lagerdenken
verstärkt werden. Abschließend diskutiert sie, welche Verantwortung
jede und jeder Einzelne im Netz trägt und welche einfachen
Strategien helfen können, einen konstruktiven, demokratischen
Diskurs trotz der Tendenz zur Spaltung aufrechtzuerhalten.
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