Sean Connery - Schottisch sein zwischen Mythos und Wirklichkeit

Sean Connery - Schottisch sein zwischen Mythos und Wirklichkeit

AEOY - All Ears On You
17 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen
Edinburgh am frühen Morgen. Feuchte Luft liegt über den Straßen von
Fountainbridge, der Geruch von Kohle und nassem Stein hängt
zwischen den Häusern. Ein Junge trägt Milchflaschen von Tür zu Tür,
kennt jede Gasse, jeden Hinterhof des Viertels. Was er zu diesem
Zeitpunkt nicht ahnt: Er wird einmal einer der gefeiertsten
Filmstars der Welt – Sean Connery. In dieser Folge von BRITPOD –
England at its best sprechen Alexander-Klaus Stecher und Claus
Beling über Sean Connery als Spiegel einer schottischen Identität
im Wandel. Der Weg führt aus einfachen Verhältnissen auf die
Theaterbühnen und schließlich vor die Kameras der BBC. Connery
arbeitet hart, formt Körper und Präsenz, spielt Musical, Theater
und erste Filmrollen. Als ihm Anfang der 1960er-Jahre die Rolle des
James Bond angeboten wird, ist das Projekt ein Wagnis. Autor Ian
Fleming zweifelt, Produzenten wollen den schottischen Akzent
glätten. Connery bleibt standhaft – und prägt Bond neu: elegant,
gefährlich, selbstbewusst. So überzeugend, dass Bond fortan
schottische Wurzeln erhält. Doch der Ruhm wird ihm bald zu eng.
Connery sucht Distanz zur Ikone und findet sie in Rollen mit Tiefe.
Der Name der Rose, The Man Who Would Be King, The Untouchables,
Highlander. Figuren, die zweifeln, denken, Verantwortung tragen.
Der Oscar folgt, ebenso die Anerkennung als Charakterdarsteller
jenseits des Mythos. Parallel wächst sein politisches Engagement.
Connery unterstützt die Scottish National Party, investiert
Millionen in Bildungsprojekte und setzt sich für kulturelle
Selbstbestimmung ein. Schottischsein bedeutet für ihn keine
Folklore, sondern Haltung. Ritterwürde, Kilt und Clan-Tartan werden
Ausdruck dieser Überzeugung. Der Blick weitet sich auf Schottland
selbst. Gemeinsam mit dem jungen Historiker Adam Steele aus
Edinburgh geht es um die Frage, was schottische Identität heute
ausmacht. Um den Gegensatz zwischen Highlands und Städten, zwischen
romantischem Selbstbild und gelebter Realität. Die meisten Schotten
leben urban, sprechen Englisch oder Scots, nur wenige Gaelisch. Die
Idee vom Highlander prägt das Bild – doch der moderne Schotte ist
längst ein anderer. Auch das Wetter gehört dazu. Wind, Regen, kurze
Sonnenmomente. Eine Mentalität, die Härte mit Humor nimmt und Stolz
daraus zieht, selbst bei zwölf Grad im T-Shirt draußen zu sitzen.
Sean Connery passt in dieses Bild. Nicht als Mythos, sondern als
Mensch mit Herkunft und Haltung. Was heißt es heute, schottisch zu
sein? Wie viel Mythos braucht Identität – und wie viel Wirklichkeit
hält sie aus? Und warum wirkt Sean Connerys Haltung bis heute so
zeitlos? BRITPOD – England at its best. Quellen: The James Bond
Visual Archive Mehr zu Stadführungen in Edinburgh: Adam Steele:
adamdavidsteele@hotmail.com WhatsApp: Du kannst Alexander und Claus
direkt auf ihre Handys Nachrichten schicken! Welche Ecke Englands
sollten die beiden mal besuchen? Zu welchen Themen wünschst Du Dir
mehr Folgen? Warst Du schon mal in Great Britain und magst ein paar
Fotos mit Claus und Alexander teilen? Probiere es gleich aus: +49
8152 989770 - einfach diese Nummer einspeichern und schon kannst Du
BRITPOD per WhatsApp erreichen. BRITPOD – England at its best. Ein
ALL EARS ON YOU Original Podcast.

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