Jugend im Elend der Lieblosigkeit

Jugend im Elend der Lieblosigkeit

Beziehung statt Etikett: Was „Lieblosigkeit“ mit Schule macht
6 Minuten
Podcast
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Wo Meinungen aufeinander treffen.

Beschreibung

vor 1 Monat
In „Jugend im Elend der Lieblosigkeit“ schildert Klaus Dieter
Müller anhand kurzer Reportagen das Aufwachsen von Kindern in dem,
was wir heute „prekäre Verhältnisse“ nennen würden – geprägt
weniger durch materiellen Mangel als durch einen Mangel an
Zuwendung. „Lieblosigkeit“ erscheint als zentrale Ursache für das,
was häufig vorschnell als „verhaltensauffällig“ etikettiert wird:
Nicht die Kinder sind „das Problem“, sondern die Bedingungen, unter
denen sie leben. Wirksam wird Pädagogik deshalb vor allem über
verlässliche Beziehungen, Geduld und das Aushalten von Rückschlägen
– nicht über Disziplinierung. Der Text verbindet Müllers Ansatz mit
eigenen prägenden Erfahrungen im Lehramtsstudium und leitet daraus
einen professionellen Anspruch ab: Beziehungssicherung als
Voraussetzung von Lernen, gerade in Pubertät und schulischer Krise.
Abschließend wird die Gegenwart skizziert: wachsende soziale
Belastungen, überforderte Schulen, verschobener Schwerpunkt von
Unterricht hin zu Beziehungs- und Lebensweltarbeit – und die Frage
nach einer „Schule der Zukunft“.

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