Zwischen Spitzensport und Studioalltag: Von der Hörakustik ins Nationaltrikot der Gehörlosen Handball-Nationalmannschaft
23 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
Sönke Petersen ist Hörakustikmeister und leitet in Kiel eine der
größten Fielmann Hörakustik-Studios. Außerdem ist er ehemaliger
Nationalspieler der deutschen
Gehörlosen-Handballnationalmannschaft. In dieser Folge erzählt er
von seinem Weg zwischen Studioalltag und Spitzensport, von
internationalem Wettkampf, stiller Kommunikation auf dem Spielfeld
und der besonderen Rolle von Fairness und Gemeinschaft im
Gehörlosen-Sport. Es geht um Hörverlust, um Teamgeist und um die
Frage, warum Erfolg oft weniger mit Medaillen zu tun hat als mit
Erfahrungen, Zusammenhalt und Vertrauen. In dieser Folge von
Hearing Connects ist Sönke Petersen zu Gast, Hörakustikmeister und
Leiter einer der größten Hörakustikabteilungen bei Fielmann in
Kiel[SA2.1]. Seine Geschichte verbindet zwei Welten, die auf den
ersten Blick kaum zusammengehören und sich im Gespräch doch als
erstaunlich nah erweisen. Über elf Jahre spielte er in der
Deutschen Gehörlosen‑Handball‑Nationalmannschaft, nahm an Europa-
und Weltmeisterschaften sowie an den Deaflympics teil und gewann
mehrfach Silber, zuletzt bei den Deaflympics 2025 in Tokio. Sönke
erzählt offen von seinem Hörverlust, der ihn seit Geburt begleitet,
und davon, wie selbstverständlich Hörsysteme für ihn zum Leben
dazugehören. Die Technik hat ihm ermöglicht, eine Regelschule zu
besuchen, Sport zu treiben und seinen beruflichen Weg zu gehen.
Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr er gelernt hat zu
kompensieren, durch Blickkontakt, durch Beobachtung und durch
Aufmerksamkeit für visuelle Signale. Diese Fähigkeiten prägen nicht
nur seinen Alltag, sondern auch seine Art zu kommunizieren – auf
dem Spielfeld ebenso wie im Beruf. Das Gespräch gibt einen sehr
konkreten Einblick in den Gehörlosen-Handball. Die Regeln auf dem
Feld sind identisch, doch die Kommunikation unterscheidet sich
grundlegend. Hörsysteme dürfen während des Spiels nicht getragen
werden, Absprachen erfolgen über Gebärden, Handzeichen und zuvor
klar definierte Abläufe. Schiedsrichter pfeifen das Spiel[TL3.1],
doch nicht jeder Pfiff wird gehört, und genau hier zeigt sich ein
zentraler Wert dieses Sports: Fairness. Wenn ein Signal überhört
wird und jemand weiterspielt, greifen Mitspielende und Gegner ein
und machen per Handzeichen auf den Pfiff aufmerksam. Respekt und
Gemeinschaft sind keine Schlagworte, sondern gelebte Praxis. Sönke
beschreibt auch die besondere Atmosphäre bei internationalen
Turnieren, den stillen Applaus mit erhobenen, winkenden Händen, die
emotionale Wirkung voller Hallen und die intensive Gemeinschaft
unter den Athletinnen und Athleten. Erfolg definiert er dabei nicht
allein über Platzierungen. Medaillen bleiben wichtig, doch
entscheidender sind für ihn die Erfahrungen, die Freundschaften,
die Reisen und die Momente, die über Jahre verbinden. Gerade diese
Perspektive prägt auch seinen Blick auf Leistung und Entwicklung im
Alltag. Der Transfer in den Beruf zieht sich wie ein roter Faden
durch das Gespräch. Sönke berichtet, wie ihn der Teamsport auf
seine heutige Führungsrolle vorbereitet hat, wie Vertrauen im Team
entsteht, wie Verantwortung geteilt wird und warum niemand alles
allein tragen muss. Fehler gehören dazu, im Sport wie im Studio,
und entscheidend ist, dass man sich aufeinander verlassen kann.
Sein eigener Weg bei Fielmann führte ihn von der Ausbildung über
den Meisterabschluss bis in die Leitung einer großen
Hörakustikabteilung mit einem Team von mehreren Mitarbeitenden.
größten Fielmann Hörakustik-Studios. Außerdem ist er ehemaliger
Nationalspieler der deutschen
Gehörlosen-Handballnationalmannschaft. In dieser Folge erzählt er
von seinem Weg zwischen Studioalltag und Spitzensport, von
internationalem Wettkampf, stiller Kommunikation auf dem Spielfeld
und der besonderen Rolle von Fairness und Gemeinschaft im
Gehörlosen-Sport. Es geht um Hörverlust, um Teamgeist und um die
Frage, warum Erfolg oft weniger mit Medaillen zu tun hat als mit
Erfahrungen, Zusammenhalt und Vertrauen. In dieser Folge von
Hearing Connects ist Sönke Petersen zu Gast, Hörakustikmeister und
Leiter einer der größten Hörakustikabteilungen bei Fielmann in
Kiel[SA2.1]. Seine Geschichte verbindet zwei Welten, die auf den
ersten Blick kaum zusammengehören und sich im Gespräch doch als
erstaunlich nah erweisen. Über elf Jahre spielte er in der
Deutschen Gehörlosen‑Handball‑Nationalmannschaft, nahm an Europa-
und Weltmeisterschaften sowie an den Deaflympics teil und gewann
mehrfach Silber, zuletzt bei den Deaflympics 2025 in Tokio. Sönke
erzählt offen von seinem Hörverlust, der ihn seit Geburt begleitet,
und davon, wie selbstverständlich Hörsysteme für ihn zum Leben
dazugehören. Die Technik hat ihm ermöglicht, eine Regelschule zu
besuchen, Sport zu treiben und seinen beruflichen Weg zu gehen.
Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr er gelernt hat zu
kompensieren, durch Blickkontakt, durch Beobachtung und durch
Aufmerksamkeit für visuelle Signale. Diese Fähigkeiten prägen nicht
nur seinen Alltag, sondern auch seine Art zu kommunizieren – auf
dem Spielfeld ebenso wie im Beruf. Das Gespräch gibt einen sehr
konkreten Einblick in den Gehörlosen-Handball. Die Regeln auf dem
Feld sind identisch, doch die Kommunikation unterscheidet sich
grundlegend. Hörsysteme dürfen während des Spiels nicht getragen
werden, Absprachen erfolgen über Gebärden, Handzeichen und zuvor
klar definierte Abläufe. Schiedsrichter pfeifen das Spiel[TL3.1],
doch nicht jeder Pfiff wird gehört, und genau hier zeigt sich ein
zentraler Wert dieses Sports: Fairness. Wenn ein Signal überhört
wird und jemand weiterspielt, greifen Mitspielende und Gegner ein
und machen per Handzeichen auf den Pfiff aufmerksam. Respekt und
Gemeinschaft sind keine Schlagworte, sondern gelebte Praxis. Sönke
beschreibt auch die besondere Atmosphäre bei internationalen
Turnieren, den stillen Applaus mit erhobenen, winkenden Händen, die
emotionale Wirkung voller Hallen und die intensive Gemeinschaft
unter den Athletinnen und Athleten. Erfolg definiert er dabei nicht
allein über Platzierungen. Medaillen bleiben wichtig, doch
entscheidender sind für ihn die Erfahrungen, die Freundschaften,
die Reisen und die Momente, die über Jahre verbinden. Gerade diese
Perspektive prägt auch seinen Blick auf Leistung und Entwicklung im
Alltag. Der Transfer in den Beruf zieht sich wie ein roter Faden
durch das Gespräch. Sönke berichtet, wie ihn der Teamsport auf
seine heutige Führungsrolle vorbereitet hat, wie Vertrauen im Team
entsteht, wie Verantwortung geteilt wird und warum niemand alles
allein tragen muss. Fehler gehören dazu, im Sport wie im Studio,
und entscheidend ist, dass man sich aufeinander verlassen kann.
Sein eigener Weg bei Fielmann führte ihn von der Ausbildung über
den Meisterabschluss bis in die Leitung einer großen
Hörakustikabteilung mit einem Team von mehreren Mitarbeitenden.
Weitere Episoden
19 Minuten
vor 6 Tagen
24 Minuten
vor 1 Monat
27 Minuten
vor 1 Monat
27 Minuten
vor 1 Monat
26 Minuten
vor 2 Monaten
In Podcasts werben
Kommentare (0)