Freaks / Funny Bones
45 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 4 Wochen
Die Leute vom Rummel
A) Freaks
Amerikanisches Schauerdrama von 1932
Die Trapez-Artistin Cleopatra ist der Star eines Wanderzirkus.
Fast noch größeres Publikumsinteresse erregen jedoch die „Freaks“
in der „Side-Show“: siamesische Zwillinge, kleinwüchsige oder von
Geburt an entstellte Menschen. Einer aus ihrer Mitte, Hans,
verliebt sich in die bildschöne Kollegin - und wird zu seiner
Überraschung erhört. Doch Cleopatra heiratet ihn nur, um ihn
umzubringen und seine Erbschaft einzusacken. Als man ihr auf die
Schliche kommt, ist die Rache der Außenseiter grauenvoll.
Tod Browning, wichtiger Regisseur des Stummfilm-Horrors, brach
mit den Gesetzen dieses Genres, in das der Film noch immer gern
und falsch einsortiert wird. Vor der Kamera agieren reale
Vertreter der damals noch existierenden anrüchigen
Kuriositätenshows, während sich die thematisch verwandte 4.
Staffel der Serie „American Horror Story“ mit Maskierungen
behelfen musste.
MGM haderte mit der Vermarktung des humanen, aber bizarren
Dramas. 30 Minuten wurden herausgeschnitten und weggeschmissen.
Erst spät kam die Anerkennung für Brownings Film-Torso, noch
später die deutsche Synchronfassung. Ausgerechnet der
Krawallsender RTL gab sie 1992 in Auftrag - und begnügte sich mit
einem lausigen Ergebnis.
B) Funny Bones – Tödliche Scherze
Britisch-amerikanische Komödie von 1995
Der junge Stand-Up-Comedian Tommy Fawkes scheitert in Las Vegas –
auch weil ihm sein berühmter, wohlmeinender Vater George (Jerry
Lewis in einer ernsten Rolle) die Schau stiehlt. George reist
unter falschem Namen nach Blackpool, wo er die ersten sechs Jahre
seines Lebens verbracht hat, und gibt sich als
Konzertveranstalter aus. Er will die Varieté-Acts in dem
heruntergekommenen Seebad studieren. Das Beste sieht er rein
zufällig bei einem Theaterbesuch: den brillanten aber
augenscheinlich minderbemittelten Komiker Jack Parker. Bald
erfährt Tommy, dass ihn mit diesem ein übles Familiengeheimnis
verbindet …
Regisseur Peter Chelsom hatte mit seinem ersten Film „Hear
My Song“ großen Erfolg. „Funny Bones“ war diesem zu nah und ging
auch deswegen unter, obwohl er seinem prätentiösen, unbehauenen
Vorgänger in jeder Hinsicht überlegen und so etwas wie dessen
wirklich geglückter zweiter Anlauf ist. Beide Filme sind heute
vergessen, doch immerhin der Titel des zweiten hat sich fachlich
eingebürgert. Der Begriff „Funny Bones“ bezeichnet das genuin
komische Talent, das nicht auf gutes Material angewiesen
ist.
Nächte Woche: die Kultfigur Hayao Miyazaki
und seine Filme "Nausicaä aus dem Tal der Winde" und "Das
wandelnde Schloss"
Weitere Episoden
55 Minuten
vor 1 Woche
10 Minuten
vor 1 Woche
47 Minuten
vor 2 Wochen
8 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 30 Minuten
vor 3 Wochen
In Podcasts werben
Kommentare (0)