Polens Zivilgesellschaft im Schatten des Ukraine-Krieges
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Beschreibung
vor 4 Wochen
Ein Auto ist immer vollgetankt. Vorräte im Keller eingelagert. Die
Katzen gechipt. Die ganze Familie weiß Bescheid. "Wenn die
Situation eskaliert, fahren wir nach Deutschland", sagt Anna. Wir -
das sind die drei Kinder, die Katzen und das Ehepaar. Anna lebt in
einem kleinen Ort im Südosten-Polens. Sie arbeitet als Dozentin an
der Uni, ihr Mann ist Psychologe. Beide sind linksliberal,
bodenständig, gut informiert. Seit 2014 - nach dem russischen
Überfall auf die Krim - gibt es den Fluchtplan, 2022 - mit dem
Überfall auf die gesamte Ukraine - wurde er noch einmal
aktualisiert. "Wir wollen einfach vorbereitet sein", sagt Anna.
"Vorbereitet sein" - das gilt seit drei Jahren für viele Teile der
polnischen Zivilgesellschaft. Berufstätige Männer und Frauen melden
sich freiwillig bei der "Territorialarmee". Nach einer
Schnell-Ausbildung können sie im Krisenfall einberufen werden.
Andere buchen Kurse bei privaten Anbietern, lernen Schießen und
Erste-Hilfe. Derweil versucht die Armee mit einem breitangelegten
Kursangebot zu mobilisieren. Studenten bietet sie (bezahlte)
"Ferien bei der Armee". Mit dem neuen Programm "In Bereitschaft"
sollen nun 400.000 Zivilisten "Stressbewältigung, Erste Hilfe und
Überleben" trainieren...
Katzen gechipt. Die ganze Familie weiß Bescheid. "Wenn die
Situation eskaliert, fahren wir nach Deutschland", sagt Anna. Wir -
das sind die drei Kinder, die Katzen und das Ehepaar. Anna lebt in
einem kleinen Ort im Südosten-Polens. Sie arbeitet als Dozentin an
der Uni, ihr Mann ist Psychologe. Beide sind linksliberal,
bodenständig, gut informiert. Seit 2014 - nach dem russischen
Überfall auf die Krim - gibt es den Fluchtplan, 2022 - mit dem
Überfall auf die gesamte Ukraine - wurde er noch einmal
aktualisiert. "Wir wollen einfach vorbereitet sein", sagt Anna.
"Vorbereitet sein" - das gilt seit drei Jahren für viele Teile der
polnischen Zivilgesellschaft. Berufstätige Männer und Frauen melden
sich freiwillig bei der "Territorialarmee". Nach einer
Schnell-Ausbildung können sie im Krisenfall einberufen werden.
Andere buchen Kurse bei privaten Anbietern, lernen Schießen und
Erste-Hilfe. Derweil versucht die Armee mit einem breitangelegten
Kursangebot zu mobilisieren. Studenten bietet sie (bezahlte)
"Ferien bei der Armee". Mit dem neuen Programm "In Bereitschaft"
sollen nun 400.000 Zivilisten "Stressbewältigung, Erste Hilfe und
Überleben" trainieren...
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