Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke - Aktuelle Filmkritik
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vor 1 Monat
Zu unserer Umfrage:
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Die Bücher aus Joachim Meyerhoffs autobiografischer "Alle Toten
fliegen hoch"-Reihe sind so erfolgreich, dass sie längst auch auf
der Bühne stattfinden: mehrteilig gelesen vom Autor oder als
Theater-Adaptionen. Der Film, um den es heute geht, ist nicht der
erste, der darauf beruht.
Meyerhoff – ursprünglich Schauspieler, inzwischen auch
multimedialer Popstar – hat zuletzt mit „Man kann auch in die
Höhe fallen“ seine kauzige, lebenskluge Mutter hochleben lassen.
Im Kino kehren wir nun zu seinen Jahren als junger Künstler
zurück.
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche
LückeKomödie von Simon
Verhoeven
Der junge Joachim wird überraschend an einer renommierten
Schauspielschule in München aufgenommen und zieht in die Villa
seiner trinkfesten Großeltern Inge und Hermann mit ein. Seine
Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine noch immer
schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter
Philosophieprofessor, folglich eine strenge und ehrwürdige
Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale
strukturiert. Zwischen diesen und der Schauspielausbildung sucht
Joachim seinen Platz im Leben.
Der Titel ist Goethes „Leiden des jungen Werther“ entlehnt und
hat die charakteristische Länge einer
Joachim-Meyerhoff-Überschrift. So erzählte „Wann wird es endlich
wieder so, wie es nie war“ von des Autors Kindheit auf dem
Gelände einer Psychiatrie und der Freundschaft mit einigen der
Insassen oder „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“ von seinen
Jahren als Schauspieler in der Provinz.
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