Trump poltert und die Märkte wackeln...

Trump poltert und die Märkte wackeln...

26 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

In der aktuellen Folge des Börsentalks stehen die Märkte ganz im
Zeichen geopolitischer Unsicherheiten und einer enttäuschend
verlaufenen Berichtssaison. Im Fokus steht dabei einmal mehr
Donald Trump. Neue Zolldrohungen, Aussagen zu Grönland und
geopolitisches Säbelrasseln sorgen für Nervosität, lösen aber
keine echte Panik aus. Die militärische Komponente scheint vom
Tisch zu sein. Vielmehr geht es Trump um Deals und
Verhandlungsmacht. Entsprechend zeigen sich die Börsen
erstaunlich robust, Rücksetzer bleiben überschaubar. Die zentrale
Frage lautet dahererneut: „Buy the Dip?” Selektive Rücksetzer,
insbesondere bei Einzeltiteln oder auch im Kryptobereich, können
Chancen bieten, auch wenn es bislang keinen „echten” Dip gegeben
hat.


Parallel dazu wird deutlich, wie abhängig Europa weiterhin von
den USA ist, vor allem im Technologiebereich. Einegeschlossene
europäische Haltung fehlt jedoch, während Grönland eher als
geopolitisches Druckmittel denn als realistisches Übernahmeziel
betrachtet wird. Für Anleger ist jedoch entscheidend, was das
alles für den Markt bedeutet. Hier zeigt sich eine gewisse Reife,
denn politische Schlagzeilen werden schneller verdaut als noch in
der Vergangenheit.


Ein zweiter Schwerpunkt ist die Berichtssaison. Diese ist zwar
nicht schlecht, aber in ihrer Wirkung klar enttäuschend. Viele
Unternehmen liefern solide oder sogar leicht bessere Zahlen,
werden im Anschluss daran aber dennoch abverkauft. Der Grund
dafür sind vorsichtige Ausblicke und Gewinnmitnahmen nach zuvor
starken Kursanstiegen.Selbst positive Beispiele wie Netflix
konnten das nicht verhindern. „Gut reicht nicht mehr“ – der Markt
verlangt nach starken Perspektiven, sonst bleiben Kursgewinne
aus. Entsprechend dürfte das Marktumfeld in den kommenden Wochen
zäh bleiben.


Gerade in diesem Umfeld sehen wir Chancen bei Strukturierten
Produkten wie Discount-Zertifikaten oder ReverseConvertibles.
Diese ermöglichen es, von erhöhter Volatilität zu profitieren und
das Aktienrisiko zu begrenzen, auch wenn das Kurspotenzial nach
obeneingeschränkt ist. Ergänzend behalten wir die
makroökonomische Seite im Blick. Der US-Dollar schwächelt,
während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt auf
rund 4,3 Prozent gestiegen sind. Das ist noch kein Stressniveau,
doch ein weiterer Anstieg in Richtung 4,5 Prozent und darüber
hinaus könnte dieAktienmärkte spürbar belasten.


Das Fazit fällt dennoch beruhigend aus. Es gibt viele
Schlagzeilen, aber keine Eskalation und somit keinen Grund zur
Panik. Anleger sollten Ruhe bewahren, ihr Depot nicht im
Minutentakt kontrollieren und gezielt Chancen nutzen. Konkrete
Investmentideen wollen die beiden in der nächsten Folge
nachliefern.





Alle Positionen und Gewichtungen unseres Portfolios findet ihr
hier: https://www.payoff.ch/znuni-portfolio





Wer sind wir?


Roman Przibylla ist CCO bei Bitcoin Suisse und seit mehr als 15
Jahren in verschiedenen Führungspositionen für die HSBC in
Düsseldorf, die Deutsche Bank und die Commerzbank in Frankfurt
sowie bei Vontobel und Maverix Securities in Zürich am
Kapitalmarkt tätig.


Serge Nussbaumer ist Head Public Solutions bei Maverix. Er war
zuvor Chefredaktor bei payoff.ch und seit fast 30 Jahren in
verschiedenen Funktionen u.a. bei der Credit Suisse und der St.
Galler Kantonalbank tätig. Dabei war er stets mit Anlegern und
den Finanzmärkten verbunden.


️ Disclaimer: Keine Anlageberatung oder -empfehlung. Alle Angaben
ohne Gewähr. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein
Indikator für zukünftige Wertentwicklung.

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