#5 2026 Über "Acht Tische für die vierte Gewalt" - mit Gabriela Bacher und Sebastian Loudon

#5 2026 Über "Acht Tische für die vierte Gewalt" - mit Gabriela Bacher und Sebastian Loudon

In dieser Folge spricht Host Stefan Lassnig mit Gabriela Bacher und Sebastian Loudon über die Veranstaltung „Acht Tische für die vierte Gewalt“ auf Schloss Hernstein und deren Anspruch, Medienpolitik in Österreich neu zu denken. Im Zentrum stehen Medienfr
1 Stunde 8 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Host Stefan Lassnig begrüßt Gabriela Bacher (zugeschaltet aus den
USA) und Sebastian Loudon. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die
Klausur „Acht Tische für die vierte Gewalt“, die im November 2025
auf Schloss Hernstein stattfand und Vertreter:innen aus
Journalismus, Medienmanagement, Recht, Wissenschaft, Politik,
Zivilgesellschaft und Brancheninstitutionen an einen Tisch
brachte. Bacher schildert, wie die digitale Umbruchszeit,
autokratische Tendenzen und die Fragilität der Medienfreiheit zur
Idee führten, Medienfinanzierung und Medienförderung gemeinsam
neu zu denken. Loudon beschreibt das bewusst unösterreichische
Setting: nicht ORF und Verleger im Hinterzimmer, sondern 64
Stakeholder, die in wechselnden Tischkonstellationen Probleme,
Wunschzustände und konkrete Maßnahmen für ein zukunftsfähiges
Fördersystem erarbeiten. Die Gäste erläutern zentrale Resultate:
ein einheitliches, politikfernes Förderwesen mit sturmsicherer
Institution, ein Kriterienkatalog samt Selbstregulierung, mehr
Fokus auf resiliente Geschäftsmodelle, eine Deckelung von
Regierungsinseraten sowie die Einbeziehung der Creator Economy
und von Neugründungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von
Big-Tech-Plattformen, die Notwendigkeit wirksamer Regulierung auf
EU-Ebene und der Aufbau eines „European Public Open Space“ als
Alternative zu US-Plattformen. Intensiv diskutiert wird außerdem,
warum Medienkompetenz nicht nur Schulthema ist, sondern gerade
für ältere Generationen zentral wird – und wieso ein starker,
öffentlich-rechtlich finanzierter ORF mit verfassungsrechtlicher
Absicherung als Bollwerk gegen autoritäre Angriffe gilt. Zum
Schluss sprechen die drei über Reaktionen auf Hernstein – von
Begeisterung bis zur „Praxisferne“-Kritik des VÖZ – und darüber,
wie die Ergebnisse in die laufende Reform der Medienförderung
unter Medienminister Andreas Babler einspeisen könnten, ohne der
Politik einen fertigen Forderungskatalog zu diktieren.


Links zur Folge:


Acht Tische für die vierte Gewalt


Bericht im „Standard“ zu „Acht Tische für die vierte Gewalt“


Alles Journalismus, oder was? (Kriterienkatalog auf Seite 26)


Presse-Aussendung des VÖZ


"Kein Stein auf dem anderen in der Medienförderung
(Babler)" - Standard-Artikel

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