Finanzkrise reloaded
Die nächste Finanzkrise steht vor der Tür und wird ihren Ursprung
wohl in den überbordenden Staatsschulden der Industrieländer haben.
1 Stunde 11 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
Die weltweite Verschuldung erreicht neue Rekordstände und die
Risiken verlagern sich zunehmend in einen Bereich, der lange als
sicher galt: die Staatsanleihemärkte. Nach Berechnungen des
Internationalen Währungsfonds (IWF) dürften die Staatsschulden
der entwickelten Volkswirtschaften bis 2030 auf durchschnittlich
knapp 120 Prozent des BIP steigen. Nicht wenige Staaten weisen
schon heute Schuldenniveaus auf, die früher nur nach Kriegen
erreicht wurden. Ohne echte Konsolidierung könnte die
Staatsverschuldung in den Industrieländern bis 2050 auf rund
170 Prozent des BIP steigen.
Ende November 2025 hat Pablo Hernández de Cos, Generaldirektor
der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), in einer
bemerkenswerten Rede vor einer neuen Finanzkrise gewarnt.
Ursächlich ist eine grundlegende Verschiebung der
Staatsfinanzierung seit der globalen Finanzkrise. Besonders
problematisch ist dabei der wachsende Einfluss von
Nichtbanken-Finanzinstituten wie Hedgefonds, die mit hohen Hebeln
Staatsanleihen finanzieren und damit neue systemische
Verwundbarkeiten schaffen. Die Notenbanken sind heute weniger
handlungsfähig als in früheren Krisen und klassische Auswege wie
Inflation, Wachstum oder finanzielle Repression tragen kaum
noch.
Daniel Stelter im Gespräch mit Christian Schütte, leitender
Redakteur beim manager magazin und Autor des Buches Die
Schuldenbombe, über die womöglich bevorstehende Finanzkrise 2.0.
Hörerservice
Rede von Pablo Hernández de Cos, General Manager der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ):
https://is.gd/GxNec0
Buch Die Schuldenbombe von Christian Schütte:
https://is.gd/Yp6AY8
beyond the obvious
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