Das macht man halt so! - Aus Prinzip, statt mit Sinn.

Das macht man halt so! - Aus Prinzip, statt mit Sinn.

Die Episode thematisiert "Warum-Fragen" für neurodivergente Menschen, Missverständnisse in sozialen Interaktionen und den Druck zur Konformität sowie das Hinterfragen von Traditionen und kulturellen Erwartungen.
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Dein Podcast zu Neurodiversität, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de
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Beschreibung

vor 1 Monat
In dieser Episode von Evomentis beschäftige ich mich mit der
Bedeutung von "Warum-Fragen" und deren besonderen Relevanz für
neurodivergente Menschen. Diese Gruppe hinterfragt oft
tiefergehende Zusammenhänge und hat ein ausgeprägtes Bedürfnis, die
Gründe für bestimmte gesellschaftliche Standards und Normen zu
verstehen. Im Gegensatz dazu sind neurotypische Menschen häufig
besser mit den geltenden Normen zufrieden, da ihr Gehirn auf ein
Motivationsniveau eingestellt ist, bei dem tiefere Fragen weniger
Bedeutung haben. Die Diskussion beleuchtet, wie unterschiedliche
Perspektiven von neurodivergenten und neurotypischen Individuen zu
Missverständnissen führen können. Ich erkläre, dass diese
Unterschiede in der Wahrnehmung unter Umständen sowohl zu
Überforderung als auch zu Unterforderung führen können, besonders
in sozialen Interaktionen. Die Gewichtung von Sinn und Wahrheit
versus Ordnung und Konsistenz zeigt sich in zahlreichen Aspekten
unseres Alltags. Ich nehme die gesellschaftliche Norm von
Konformität als Beispiel und veranschauliche sie anhand des
Konzepts identischer Reihenhäuser, das symbolisch für den Drang
nach Gleichheit in der Gesellschaft steht. Dabei kritisiere ich,
dass viele Traditionen und Gepflogenheiten nicht auf rationalen
Überlegungen basieren und oft schlichtweg als gegeben hingenommen
werden. Das führt dazu, dass wir uns bestimmten Erwartungshaltungen
unterwerfen, die weder hinterfragt noch legitimiert werden müssen.
Ich analysiere, wie sich dieser Anspruch an Konformität
widerspricht, wenn neurodivergente Menschen die Systematik
hinterfragen. Oftmals sind es Regeln und Normen, die weder logisch
noch sinnvoll erscheinen, jedoch von der Gesellschaft erwartet
werden. Ich veranschauliche dies mit Beispielen alltäglicher
Gepflogenheiten, wie dem gesellschaftlich verfügten Dresscode oder
den zu bestimmten Zeiten festgelegten Mahlzeiten, und zeige auf,
dass diese Vorgaben oft nicht auf individuellen Bedürfnissen
basieren. Zudem gehe ich darauf ein, wie gesellschaftliche
Erwartungen an Pünktlichkeit oder korrektes Verhalten bei Tisch auf
unterschiedliche Kulturkreise zurückzuführen sind, und dass solche
Normen häufig nicht hinterfragt werden. Es wird deutlich, dass der
Druck, diesen gesellschaftlichen Standards zu genügen, für
neurodivergente Menschen eine besondere Herausforderung darstellt,
da sie häufig auf verschiedene Herausforderungen stoßen, die durch
Gruppenzwang oder Konformitätsdruck verstärkt werden. Die Episode
endet mit einer Reflexion über die Notwendigkeit, Normen zu
hinterfragen und anzupassen, um einen Raum zu schaffen, der sowohl
neurotypische als auch neurodivergente Bedürfnisse berücksichtigt.
Ich ermutige dazu, mehr Verständnis für individuelle Unterschiede
aufzubringen und den Mut zu haben, gesellschaftliche Normen
kritisch zu betrachten.

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