Vom Opfermythos zur Restitution

Vom Opfermythos zur Restitution

vor 3 Monaten
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Beschreibung

vor 3 Monaten

Nur sehr schwerfällig und auch unter immer stärker werdendem
internationalem Druck rückte die Zweite Republik letztlich von
der bequemen Opferthese ab. Ausgangspunkt ist die internationale
Kontroverse um Kurt Waldheim, die das Land zwang, sich mit seiner
tatsächlichen Rolle in der NS-Zeit auseinanderzusetzen. Dadurch
gewann die Anerkennung der österreichischen Mitschuld erstmals
breiteren politischen und gesellschaftlichen Rückhalt. Das
Gespräch Mariella Gittlers mit Heinz Fischer, Bundespräsident
a.D., zeigt, welche moralischen, rechtlichen und diplomatischen
Konsequenzen diese Neubewertung nach sich zog. Schließlich
mündete der Prozess in konkrete Restitutionen und einen neuen
Umgang mit der eigenen Vergangenheit, was Jörg Haider und seine
FPÖ nicht daran hinderte, in den 1990er-Jahren einen bis dahin
beispiellosen Höhenflug für das rechte Lager hinzulegen.

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