"Das System muss man zweimal stürzen": Fällt das Mullah-Regime im Iran?
In der neuen Folge von "Das Politikteil" erklärt die Iranexpertin
Azadeh Zamirirad, warum die aktuelle Protestwelle dem Regime im
Iran gefährlicher werden könnte als alle anderen zuvor. Und was der
Westen nun tun (und besser unterlassen) sollte, um die Op
57 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 6 Tagen
Nicht das erste Mal gehen im Iran Hunderttausende Menschen auf die
Straßen, um gegen die Führung der radikalislamischen Republik zu
protestieren. Doch die aktuelle Protestbewegung unterscheidet sich
von früheren in einem entscheidenden Punkt: Anders als 2019 oder
2022 klagen die Demonstranten nicht Misswirtschaft und Korruption
oder den gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Polizeigewahrsam an –
die Proteste richten sich gegen das Regime selbst. Und obwohl die
Machthaber mit äußerster Brutalität gegen ihre Kritiker vorgehen,
ist bereits klar: Der Wille nach radikaler Veränderung lässt sich
nicht totprügeln. Selbst wenn die Proteste niedergeschlagen werden,
wirkt er weiter – und verändert das Land. In der neuen
Ausgabe von "Das Politikteil" sprechen Ileana Grabitz und Peter
Dausend mit Azadeh Zamirirad von der Stiftung Wissenschaft und
Politik über die aktuelle Entwicklung im Iran – und deren
langfristige Folgen. Zamirirad beschreibt, warum die jüngsten
Proteste breitere Bevölkerungsgruppen umfassen und wieso die Angst
vor der Gnadenlosigkeit des Regimes ihre lähmende Wirkung verliert
– und das, obwohl die staatlichen Gewaltexzesse mehr Menschen
treffen als je zuvor. Sie geht der Frage nach, ob der Iran gerade
einen "Jetzt-oder-nie-Moment" erlebt, analysiert, welche Rolle der
86-jährige, durch Krankheiten geschwächte Staatspräsident Ali
Chamenei noch spielt, und erläutert, warum dessen Sturz noch lange
nicht das Ende des Regimes bedeuten würde. Die Iranexpertin
beleuchtet zudem die überragende Bedeutung der Revolutionsgarden
für die Stabilität des Gottesstaates, setzt sich mit der Rolle des
Schah-Sohnes Reza Pahlavi innerhalb der Opposition auseinander,
deutet aus, welche Motivation hinter Trumps Drohungen mit
Militärschlägen steckt – und beschreibt, was der Westen gern
übersieht: dass es Millionen Menschen gibt, die das System
unterstützen. Azadeh Zamirirad wurde im Iran geboren, hat in
Potsdam Politikwissenschaft und Amerikanistik studiert, ist
promoviert, war unter anderem als Redakteurin der
Fachzeitschrift "WeltTrends" und als Lehrbeauftragte für
Internationale und Vergleichende Politik an der Uni Potsdam tätig.
Sie arbeitet seit 2015 für die Stiftung Wissenschaft und Politik in
Berlin – und leitet dort seit 2024 die Forschungsgruppe Afrika und
Mittlerer Osten. Der Iran und die Atomverhandlungen sind dabei
ihr Forschungsschwerpunkt. Im Podcast "Das
Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik
beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die
Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast –
und einem Geräusch. Neben Peter Dausend und Ileana Grabitz sind
auch Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing als Gastgeber zu
hören. Und am 27. Januar 2026 gibt es dann erneut etwas
Besonders: Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing sprechen dann in
der Staatsoper Unter den Linden in Berlin mit dem Pianisten Igor
Levit über das Thema Heimat. Es gibt noch wenige Karten, und
zwar hier. Seit dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs sowie
Sonderfolgen von Das Politikteil nur noch exklusiv mit einem
Digitalabo der ZEIT zu hören – auf zeit.de, auf Apple Podcasts und
auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen.
Wie Sie Ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen
Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr
hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen
möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's
zum Angebot.
Straßen, um gegen die Führung der radikalislamischen Republik zu
protestieren. Doch die aktuelle Protestbewegung unterscheidet sich
von früheren in einem entscheidenden Punkt: Anders als 2019 oder
2022 klagen die Demonstranten nicht Misswirtschaft und Korruption
oder den gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Polizeigewahrsam an –
die Proteste richten sich gegen das Regime selbst. Und obwohl die
Machthaber mit äußerster Brutalität gegen ihre Kritiker vorgehen,
ist bereits klar: Der Wille nach radikaler Veränderung lässt sich
nicht totprügeln. Selbst wenn die Proteste niedergeschlagen werden,
wirkt er weiter – und verändert das Land. In der neuen
Ausgabe von "Das Politikteil" sprechen Ileana Grabitz und Peter
Dausend mit Azadeh Zamirirad von der Stiftung Wissenschaft und
Politik über die aktuelle Entwicklung im Iran – und deren
langfristige Folgen. Zamirirad beschreibt, warum die jüngsten
Proteste breitere Bevölkerungsgruppen umfassen und wieso die Angst
vor der Gnadenlosigkeit des Regimes ihre lähmende Wirkung verliert
– und das, obwohl die staatlichen Gewaltexzesse mehr Menschen
treffen als je zuvor. Sie geht der Frage nach, ob der Iran gerade
einen "Jetzt-oder-nie-Moment" erlebt, analysiert, welche Rolle der
86-jährige, durch Krankheiten geschwächte Staatspräsident Ali
Chamenei noch spielt, und erläutert, warum dessen Sturz noch lange
nicht das Ende des Regimes bedeuten würde. Die Iranexpertin
beleuchtet zudem die überragende Bedeutung der Revolutionsgarden
für die Stabilität des Gottesstaates, setzt sich mit der Rolle des
Schah-Sohnes Reza Pahlavi innerhalb der Opposition auseinander,
deutet aus, welche Motivation hinter Trumps Drohungen mit
Militärschlägen steckt – und beschreibt, was der Westen gern
übersieht: dass es Millionen Menschen gibt, die das System
unterstützen. Azadeh Zamirirad wurde im Iran geboren, hat in
Potsdam Politikwissenschaft und Amerikanistik studiert, ist
promoviert, war unter anderem als Redakteurin der
Fachzeitschrift "WeltTrends" und als Lehrbeauftragte für
Internationale und Vergleichende Politik an der Uni Potsdam tätig.
Sie arbeitet seit 2015 für die Stiftung Wissenschaft und Politik in
Berlin – und leitet dort seit 2024 die Forschungsgruppe Afrika und
Mittlerer Osten. Der Iran und die Atomverhandlungen sind dabei
ihr Forschungsschwerpunkt. Im Podcast "Das
Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik
beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die
Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast –
und einem Geräusch. Neben Peter Dausend und Ileana Grabitz sind
auch Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing als Gastgeber zu
hören. Und am 27. Januar 2026 gibt es dann erneut etwas
Besonders: Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing sprechen dann in
der Staatsoper Unter den Linden in Berlin mit dem Pianisten Igor
Levit über das Thema Heimat. Es gibt noch wenige Karten, und
zwar hier. Seit dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs sowie
Sonderfolgen von Das Politikteil nur noch exklusiv mit einem
Digitalabo der ZEIT zu hören – auf zeit.de, auf Apple Podcasts und
auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen.
Wie Sie Ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen
Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr
hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen
möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's
zum Angebot.
Weitere Episoden
1 Stunde 3 Minuten
vor 2 Wochen
56 Minuten
vor 1 Monat
2 Minuten
vor 3 Monaten
2 Minuten
vor 10 Monaten
In Podcasts werben
Abonnenten
Nürnberg
Wien
Rüsselsheim
Darmstadt
Mühlacker
bonn
Offeburf
München
Nenndorf
Wedel
Schwarme
München
Friesoythe
Berlin
Berlin
Erftstadt
Ulm
Deutschland
Innsbruck
Wedel
Overath
Düsseldorf
Berlin
Buchenbach
Manila
Flensburg
Bad Schönborn
Berlin
Ilvesheim
Kassel
Mainburg
Bonn
Frankfurt am Main
Mainz
Erftstadt
Regensburg
München
Kassel
Berlin
München
Deutschland
Kommentare (0)