Die hören mit – oder auch nicht...

Die hören mit – oder auch nicht...

Phänomen zielgerichteter Werbung
17 Minuten
Podcast
Podcaster
der Podcast der die IT erklärt...

Beschreibung

vor 1 Monat

Phänomen zielgerichteter WerbungDu
sprichst über ein Produkt – und kurz darauf taucht genau dazu
Werbung auf. Für viele wirkt das wie „Das Handy hört mit“. In
dieser Episode schauen wir nüchtern auf das Phänomen
zielgerichteter Werbung: Warum diese Treffer so überzeugend
wirken, weshalb Zufall und selektive Wahrnehmung dabei eine große
Rolle spielen und wieso die Technik dahinter oft weniger
„Spionage“ ist, als man denkt.



Warum Smartphones nur so wirken, als würden sie
mithören


Statt permanent Gespräche auszuwerten, setzen Unternehmen wie
Meta und andere Werbe-Ökosysteme auf ein sehr effektives
Zusammenspiel aus App-Tracking, Standort- und Nutzungsdaten sowie
statistischen Wahrscheinlichkeiten. Wenn Bewegungsprofile,
App-Interaktionen, Suchmuster und Kontakte in sozialen Netzwerken
zusammenkommen, entstehen Profile, die Vorlieben erstaunlich gut
vorhersagen können – ganz ohne aktiv aufgenommenes
Mikrofon-Gespräch.



So funktioniert Tracking wirklich


Wir erklären, welche Datenquellen dafür typischerweise genutzt
werden:


App- und Web-Tracking (auch über mehrere Apps hinweg)

Standortdaten und wiederkehrende Orte (Zuhause, Arbeit,
Shops)

Geräte- und Account-Verknüpfungen

„Lookalike“-Modelle und Wahrscheinlichkeiten in sozialen
Netzwerken



Das Ergebnis fühlt sich wie Mithören an, ist aber häufig die
Kombination aus Datenfülle und guter Prognose.



iOS: Privatsphäre praktisch verbessern


Du bekommst konkrete Schritte, um Tracking zu reduzieren:


App-Berechtigungen (Mikrofon, Standort, Kontakte) kritisch
prüfen und einschränken

Tracking-Anfragen von Apps ablehnen bzw. das App-Tracking
begrenzen

Personalisierte Werbung reduzieren und relevante
Datenschutz-Optionen aktivieren

Werbe-IDs und zugehörige Profile zurücksetzen bzw. löschen,
wo möglich



Android: Tracking reduzieren und Werbe-IDs
löschen


Auch auf Android zeigen wir, wo du ansetzen kannst:


Berechtigungen pro App feinjustieren (insbesondere Standort
und Mikrofon)

Hintergrundzugriffe und unnötige App-Aktivitäten begrenzen

Werbe-Personalisierung deaktivieren und die Werbe-ID
zurücksetzen/löschen

System- und Google-Konto-Einstellungen für Werbung und
Aktivitätsdaten prüfen



Smart Speaker: Alexa und Google Home kritisch
betrachtet


Bei Smart-Speakern ist der Umgang mit Sprachdaten ein eigenes
Thema. Wir beleuchten, welche Daten typischerweise gespeichert
werden, warum Sprachaufnahmen zur Verbesserung von Diensten
genutzt werden können und welche Einstellungen du kennen
solltest:


Sprachverlauf einsehen und manuell löschen

Automatische Löschung von Sprachaufnahmen aktivieren

Sensible Routinen, Skills/Actions und verknüpfte Dienste
überprüfen



Fazit: Reduzieren ja – vollständig verhindern nein


Du kannst digitale Überwachung durch gezielte Einstellungen
deutlich reduzieren. Komplett unterbinden lässt sie sich in der
Praxis jedoch kaum, weil moderne Datenverknüpfungen, Geräte- und
Account-Ökosysteme sowie statistische Modelle auch aus wenigen
Signalen wieder erstaunlich viel ableiten können. Diese Episode
hilft dir, die Mechanismen zu verstehen – und die wichtigsten
Stellschrauben für mehr Privatsphäre direkt umzusetzen.

Hinweis zur Produktion


Dieser Podcast wurde erstellt mit Unterstützung von ChatGPT,
NotebookML und Gemini  (Bild).



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