Sex, Drogen und Buddhismus: Mönche auf Abwegen
Eine ganze Reihe von Skandalen erschüttern den Buddhismus in
Thailand. Das Vertrauen in die Mönche, die einst als moralische
Stütze der Gesellschaft galten, schwindet, die Religion steckt in
der Krise.
25 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
Eine ganze Reihe von Skandalen erschüttern den Buddhismus in
Thailand. Das Vertrauen in die Mönche, die einst als moralische
Stütze der Gesellschaft galten, schwindet, die Religion steckt in
der Krise. Eine Frau erpresste hochrangige Mönche mit zehntausenden
kompromittierenden Fotos und erbeutete Millionen. Ein angesehener
Abt soll über Jahre Spendengelder eines Hospizes veruntreut haben.
Doch die Krise zeigt sich auch im Kleinen, wie in der Provinz
Chumphon. Dort wurden alle Mönche eines Tempels, inklusive Abt,
wegen Drogenkonsums festgenommen. «Ich habe diesen Tempel seither
nie wieder betreten», sagt eine Dorfbewohnerin, die nach der Razzia
die Asche ihres Vaters wieder mit nach Hause nahm. Solche Vorfälle
nähren die Kritik am buddhistischen Klerus. Reformer sprechen von
einem Machtsystem, in dem alte Männer herrschen. Die Institution
selbst sieht das Problem bei Einzelpersonen: Die Menschen könnten
vom Weg abkommen, doch die Lehren Buddhas seien unvergänglich.
Währenddessen wendet sich die junge Generation zunehmend ab und das
Interesse, selbst Mönch zu werden, sinkt. Gleichzeitig kämpfen
Frauen um die Anerkennung als gleichgestellte Nonnen – bisher ohne
Erfolg.
Thailand. Das Vertrauen in die Mönche, die einst als moralische
Stütze der Gesellschaft galten, schwindet, die Religion steckt in
der Krise. Eine Frau erpresste hochrangige Mönche mit zehntausenden
kompromittierenden Fotos und erbeutete Millionen. Ein angesehener
Abt soll über Jahre Spendengelder eines Hospizes veruntreut haben.
Doch die Krise zeigt sich auch im Kleinen, wie in der Provinz
Chumphon. Dort wurden alle Mönche eines Tempels, inklusive Abt,
wegen Drogenkonsums festgenommen. «Ich habe diesen Tempel seither
nie wieder betreten», sagt eine Dorfbewohnerin, die nach der Razzia
die Asche ihres Vaters wieder mit nach Hause nahm. Solche Vorfälle
nähren die Kritik am buddhistischen Klerus. Reformer sprechen von
einem Machtsystem, in dem alte Männer herrschen. Die Institution
selbst sieht das Problem bei Einzelpersonen: Die Menschen könnten
vom Weg abkommen, doch die Lehren Buddhas seien unvergänglich.
Währenddessen wendet sich die junge Generation zunehmend ab und das
Interesse, selbst Mönch zu werden, sinkt. Gleichzeitig kämpfen
Frauen um die Anerkennung als gleichgestellte Nonnen – bisher ohne
Erfolg.
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