Der Presseclub | Folge 11: Christoph Fröhlich (DAS INVESTMENT) - ELTIFs und ETFs auf der Spur
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Beschreibung
vor 1 Monat
Im ersten Presseclub des Jahres 2026 unterhalten sich Ali und
Björn mit Christoph Fröhlich, Chefredakteur von „DAS INVESTMENT“.
Seit Christoph 2023 die Chefredaktion des Branchenmagazins für
Finanzdienstleister und Asset Manager übernommen hat, gibt sich
das Magazin bunter und lauter – auch der Relaunch im vergangenen
Jahr hat für einen frischen Look gesorgt. Die Handschrift
Christophs als Reporter und Digital Native ist dabei
unverkennlich: Nach einer Station bei der „Bild“-Zeitung war er
rund zehn Jahre beim stern, zunächst als Redakteur für digitale
Themen, später als Ressortleiter für die Bereiche Auto, Digital,
Genuss, Gesundheit, Reise, Wirtschaft und Wissen. Dort
entwickelte er auch digitale Storytelling-Formate.
Zwei Themen haben die Runde beschäftigt: Zum einen ELTIFs, die
neuen semiliquiden Fonds, die nach einem holprigen Start seit
2024 ein Hoffnungsträger der Finanzbranche sind. Viele
Finanzdienstleister zeigen sich angesichts der schlechten
Erfahrungen mit offenen Immobilienfonds allerdings noch
zurückhaltend. Das liegt nicht nur an der begrenzten Liquidität
der Langfristfonds, sondern auch an vielen Neuheiten: Das Pricing
ist mitunter ambitioniert, die Renditeberechnungen (interner
Zinsfuß) ungewohnt, und der Vertrieb fremdelt zudem mit der
Frage, wie die Sachwerte in den Fonds eingebucht und bewertet
werden. Einig war sich das Gesprächs-Trio: Es ist noch viel
Aufklärung über ELTIFs nötig.
Das zweite Thema, das Christoph mitbrachte, war die Frage, ob
aktives und passives Management konvergieren. ETFs werden immer
„aktiver“ und immer häufiger als Hülle genutzt, in die Asset
Manager ihre klassischen Strategien packen, die zuvor offenen
Publikumsfonds vorbehalten waren. Doch die Produktebene ist nur
die eine Dimension; die andere ist, dass Big Data und
quantitative Strategien immer stärker Einzug in die Welt des
aktiven Managements halten.
Literaturtipps gab es auch. Christoph empfiehlt das Buch „Build –
ein unorthodoxer Leitfaden: Wie man Produkte erschafft und
Unternehmen gründet, die es wert sind“ von Tony Fadell, der lange
bei Apple an iPod und iPhone mitgearbeitet und später Nest
mitgegründet hat. Björn hat sich in Vorbereitung auf die
Winterpause das Buch „Das maurische Spanien. Geschichte und
Kultur“ von Georg Bossong besorgt, in dem es um Kultur und
Geschichte der Iberischen Halbinsel geht, die noch immer von der
jahrhundertelangen islamischen Herrschaft geprägt ist. Ali hat
das Buch „Devil Take the Hindmost: A History of Financial
Speculation“ von Edward Chancellor wieder aus dem Bücherregal
gezogen und 20 Jahre nach der Erstlektüre festgestellt, dass die
Geschichte der Finanzspekulation nichts an Aktualität und Brisanz
verloren hat.
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