Der Presseclub | Folge 12 mit Heike Schwerdtfeger (WirtschaftsWoche): Die Tranchen-Falle und das Depot der Zukunft

Der Presseclub | Folge 12 mit Heike Schwerdtfeger (WirtschaftsWoche): Die Tranchen-Falle und das Depot der Zukunft

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Beschreibung

vor 1 Woche
Im Presseclub begrüßen Ali und Björn dieses Mal Heike
Schwerdtfeger. Heike ist Finanzkorrespondentin bei der
„WirtschaftsWoche“ und beschäftigt sich bereits seit über 20 Jahren
mit Fonds und ETFs. Ihre beachtliche Historie als Fondsexpertin
wird allerdings von ihrem Arbeitgeber regelrecht gezwergt: Die
„WirtschaftsWoche“ feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.
Zur Gründung 1926 in Berlin firmierte die Zeitschrift noch unter
dem Namen „Der deutsche Volkswirt“. Im Gepäck hatte Heike zwei
Themen. Zum einen beschäftigt sie sich seit Langem mit der
komplexen Welt der Fondstranchen, über die sie sich häufig ärgert.
Viele Fonds haben nicht selten zehn, zwanzig oder mehr
unterschiedliche Tranchen, die verschiedene Gebührenstrukturen,
Währungen und Mindestanlagebeträge aufweisen. Heike fordert hier
mehr Einfachheit und Transparenz im Sinne einer besseren
Handhabbarkeit für Anleger. Der zweite Themenblock beschäftigt sich
mit dem Altersvorsorgedepot. Die entsprechende Gesetzesinitiative
hat das Bundeskabinett verlassen und wird nun im Bundestag
diskutiert. Unsere drei Diskutantinnen und Diskutanten haben sich
mit der Komplexität, der Handelbarkeit sowie der Frage
auseinandergesetzt, wer am Ende das Rennen macht. Fest steht, dass
das Standardprodukt, das immer im Repertoire sein muss, für
kleinere und mittlere Anbieter eine Herausforderung darstellen
wird. Zum Schluss gab es natürlich auch Literaturtipps. Heike
empfiehlt das Buch „Die Jahre“ von Annie Ernaux. In der
unkonventionellen Autobiografie der späteren Nobelpreisträgerin
verschränkt Ernaux ihr eigenes Leben von der Nachkriegszeit bis ins
frühe 21. Jahrhundert mit der politischen und gesellschaftlichen
Entwicklung Frankreichs. Außerdem hat sie beim Ausmisten ein
älteres Buch des Investigativjournalisten Hans Leyendecker
wiederentdeckt: „Die Lügen des Weißen Hauses“, eine Reportage über
Täuschungen und Machtmissbrauch in der US-Politik, die zeigt, wie
sehr politische PR und Realität bereits lange vor der
Trump-Administration auseinanderklafften. Björn empfiehlt „Die
nächste Stufe der Evolution“ von Ray Kurzweil. Der Zukunftsforscher
und Tech-Visionär beschreibt darin, wie technologische Innovationen
in Sprüngen verlaufen und welche gesellschaftlichen Umwälzungen
sich aus Künstlicher Intelligenz, Biotechnologie und
Digitalisierung ergeben. Ali hat sich das Buch „1929: Die große
Spekulation“ von Andrew Ross Sorkin neben das Bett gelegt – eine
historische Abhandlung über die große Finanzkrise und die
Mechanismen der Spekulation, die bis heute nachwirken.

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