Die Psychologie des Wohnens und des Loslassens - Ausmisten für Raum und Seele

Die Psychologie des Wohnens und des Loslassens - Ausmisten für Raum und Seele

39 Minuten

Beschreibung

vor 3 Tagen

Wohnpsycholog Uwe Linke gibt Einblicke in den Zusammenhang
zwischen Ordnung und Wohlbefinden und erklärt, warum es uns so
schwerfällt, Sachen auszumisten und loszulassen.


Wie wir wohnen und wie unser Zuhause aussieht, ist laut Uweein
Spiegelbild von dem, wie wir uns darstellen wollen, was praktisch
ist, aber auch dem was uns unterbewusst am meisten entspricht.
Manchen Menschen brauchen cleaneOberflächen, andere brauchen
viele Dinge um sich herum, um sich aufgehoben zu fühlen. Wenn das
Zuhause auch die Emotionen befriedigt, fühlen wir uns darin 100%
wohl.


Unordnung erzeugt dabei immer Stress. Trotzdem hebenMenschen
Dinge auf, weil an Sachen auch Erinnerungen und Sehnsüchte
hängen: An großartige Reisen, an ein geplantes Hobby, an
Menschen. Um die Dinge loszulassen, die mansachlich betrachtet
nicht braucht, muss laut Uwe etwas anderes kommen, an das meine
seine Wünsche und Hoffnung hängen kann. Man muss etwas anderes
finden, das einen glücklich macht.


Das man sogar Sachen aufhebt, die einen an Menschenerinnern, mit
denen man gar nichts mehr zu tun haben will - den Tennisschläger
des Ex-Mannes - hängt damit zusammen, dass diese Dinge uns an
alte, bekannte Bindungen erinnern. Diese alten Bindungssysteme
sind tief ins Gehirn eingeprägt, so dass wir sie energiesparend
aufrufen können. Erst wenn wir unsvon alten Konzepten - und den
dazugehörigen Dingen - verabschieden, uns auf etwas Unsicheres
einlassen, können neue Bindungen entstehen. Und ein Gefühl von
Freiheit.


Ausmisten ist so auch immer ein Prozess des Loslassens, derein
wertschätzendes Begleiten braucht. Oft es daher einfacher, wenn
die Sachen noch eine weitere Benutzung kommen und nicht auf dem
Müll landen.


Beim Neugestalten von Wohnungen sollte laut Uwe das Bauchgefühl
der leitende Gedanke sein. Mit Moodboards und Collagen kann man
passende Farben herausfinden. Wichtig ist auf jeden Fall aber
genügend Stauraum für jedesFamilienmitglied, damit das Chaos gar
nicht ausbricht. Auch Beschriftungen helfen, damit Ordnung
gehalten werden kann.


Am Ende stauen die Leute oft, wie viel sie mit ihren vorhandenen
Möbeln und Räumen machen können, wenn sie nur in sich und ihre
Bedürfnisse hineinspüren.









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