Fallstudie: Gedingemann George Berger und die Grenzen der Kirchenbuchforschung
13 Minuten
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Tipps und Einblicke für Familienforscher, Historiker und Geschichtsinteressierte
Beschreibung
vor 1 Woche
Dieser Beitrag wurde ursprünglich als Blogartikel im Jahre 2022
veröffentlicht und stellt eine Fallstudie zur Person George
Berger dar. Die grundlegenden Aussagen zur Quellenlage und zu den
Grenzen der Kirchenbuchforschung sind weiterhin gültig. Seit dem
Jahr 2022 haben sich insbesondere durch die Digitalisierung und
Online-Veröffentlichung zahlreicher sächsischer Archivbestände
neue Recherchemöglichkeiten ergeben, die für den beschriebenen
Fall und ähnliche Forschungen neue Möglichkeiten eröffnen.
In der Podcastfolge wird die Fallstudie aus heutiger
Perspektive weitergedacht, insbesondere im Hinblick auf den
Umgang mit fragmentarischer Überlieferung und die Nutzung
digitalisierter Gerichtsbücher des Sächsischen
Staatsarchivs. Der Beitrag dient somit zugleich als
Aktualisierung des älteren Blogbeitrags und als Begleittext zur
gleichnamigen Podcastfolge bei Archivbegleiter ON AIR. (Stand:
Januar 2026)
„George Berger, Häusler und Gedingemann in Höckendorff, ist
1665 gebohren, starb am 28. May 1743 wurde hierauf am 30. dito mit
einer Leichenpredigt und Abdankung begraben. Seines Alters 78
Jahre.“
Dieser Sterbeeintrag zu George Berger ist der bislang älteste
Nachweis im Kirchenbuch für die Vorfahren der von mir erforschten
Ahnenlinie Berger in der Gegend um Höckendorf im sächsischen
Osterzgebirge.
Schlecht lesbare Aufzeichnungen als Hindernisse der
Familienforschung
Der schlechte Zustand des ältesten Kirchenbuchs zu Höckendorf
verhindert leider die Ermittlung weiterführender Informationen zu
George Berger, seiner Familie und anderer Vorfahren. Auf den
größtenteils durch Tintenfraß zerstörten Seiten konnte lediglich
herausgelesen werden, dass George Berger mit Maria Berger
(geborene Büttner) verheiratet war. Sie starb 1737 in Höckendorf,
fünf Jahre vor ihrem Ehemann George Berger, und hinterließ ihn
als Wittwer. Ein Geburtseintrag des gemeinsamen Sohnes, George
Christoph Berger (gest. 1761) oder weiterer Kinder war leider
nicht mehr ermittelbar.
Trotz allem konnte mit Hilfe eines Heiratseintrages zum Sohn im
Traubuch der Kirchgemeinde Höckendorf aus dem Jahr 1718 die Linie
der Familie Berger bis George Berger verfolgt werden. Als Beleg
hierfür dienen die Kirchenbucheinträge.
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