Start Staffel 2 - Ich kriegs nicht hin ...

Start Staffel 2 - Ich kriegs nicht hin ...

Der Gastgeber reflektiert über den "homofunktionalen Menschen" und die Herausforderungen von Leistungsanforderungen. Er thematisiert Digitalisierung, gesellschaftliche Normen und betont die Bedeutung von Pausen zur Wahrnehmung individueller Bedürfnisse.
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Dein Podcast zu Neurodiversität, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de
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Beschreibung

vor 1 Woche
In dieser Episode von Evomentis, starten wir ins neue Jahr und
tauchen ein in das Thema des "homofunktionalen Menschen". Ich teile
meine persönlichen Herausforderungen und Erfahrungen, dabei, wie
das äußere Schema der Leistungsanforderungen, sei es im Alltag oder
in der Podcast-Welt, oft wenig Rücksicht auf unsere individuellen
Bedürfnisse nimmt. Mit einem banalen, aber alltagsnahen Beispiel
reflektiere ich darüber, wie die Erwartungshaltung, regelmäßige
Inhalte zu liefern, oft zu einer inneren Zerreißprobe führt. Ich
beschreibe, wie die Digitalisierung und insbesondere die
Algorithmen in der Podcast-Welt uns in ein starreres Funktionieren
drängen und dabei menschliche Bedürfnisse ignorieren. Diese
Abhängigkeit von externen Vorgaben führt dazu, dass wir uns
anpassen, obwohl wir dabei oft den Kontakt zu uns selbst verlieren.
Ich spreche darüber, wie ich mich bei der Vorbereitung dieser Folge
in ein Netz aus Erwartungen verstrickt habe und wie das schließlich
zu einer Blockade führte. Doch gerade in diesem Kampf um die eigene
Identität im System, fand ich den Anknüpfungspunkt für diese
Episode. Ein zentrales Element meiner Reflexion ist die Vorstellung
des funktionsfähigen Menschen und wie wir durch gesellschaftliche
Normen geformt und gedrillt werden. Ich greife auf die Idee zurück,
dass schon die Industrialisierung unser Verständnis von Effizienz
und Funktionalität stark geprägt hat und skizziere, wie das heute
im Alltag und an Arbeitsplätzen noch immer sichtbar ist. Die
zunehmende Erwartung, voll leistungsfähig zu sein, ignoriert oft
die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse, wodurch Menschen in
stressige Situationen getrieben werden. Ich beleuchte auch die
Verbindung zwischen neurodivergenter Wahrnehmung und den
Herausforderungen, mit denen viele Betroffene im Alltag
konfrontiert sind. Hierbei wird deutlich, dass es nicht fehlende
Motivation oder Unwillen ist, sondern oft ein tiefes
Ungleichgewicht im Zusammenspiel von Umwelt, Emotion und Leistung
ist. Anhand von Beispielen verdeutliche ich, dass viele
neurodivergente Menschen viel stärker auf ihre Gefühle reagieren
und dass sie sich unter Umgebungsbedingungen oft erheblich
anstrengen müssen, um die gleichen Anforderungen zu erfüllen wie
neurotypische Menschen. Diese Episode dient nicht nur als
Einführung in das Thema, sondern sucht auch nach Wegen, wie wir
wieder mehr in Kontakt mit unseren Bedürfnissen kommen können. Ich
lade die Hörer ein, darüber nachzudenken, wie wichtig es ist, sich
selbst inmitten von Druck und Schema ernst zu nehmen. Letztendlich
betone ich, dass wir in der heutigen Gesellschaft oft nicht perfekt
funktionieren müssen und dass es wertvoll ist, Pausen zu machen und
Prioritäten neu zu setzen. Diese Erkenntnis ist besonders wichtig,
um die eigene Leistungsfähigkeit und die Verbindung zu den eigenen
Bedürfnissen wiederherzustellen. Mein Anliegen ist es, die Raum für
die menschlichen Aspekte der Funktionsweise in unserer modernen
Welt zu schaffen und darauf hinzuweisen, dass es in Ordnung ist,
nicht immer perfekt zu funktionieren. Manchmal müssen wir einfach
innehalten und uns die Zeit nehmen, die wir brauchen. So trete ich
in die zweite Staffel mit dem Bewusstsein ein, dass Fehler, Pausen
und das Verfolgen intuitiver Bedürfnisse ganz normal und notwendig
sind.

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