Faust muss ruhiger werden | #7

Faust muss ruhiger werden | #7

vor 6 Monaten
Höher, schneller, weiter: Für Goethes Faust ist Rastlosigkeit existenziell, sonst verliert er seine Wette mit dem Teufel. Doch Philosoph Ralf Konersmann warnt: Permanente Unruhe führt zu Stress – mit ernsthaften Folgen.
35 Minuten
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Beschreibung

vor 6 Monaten
Goethes Faust spricht viele Sätze, in denen wir uns bis heute
wiedererkennen können - vor allem das Zwanghafte des permanenten
Tuns. Das stellt der Kulturphilosoph und Autor Ralf Konersmann
fest. Für ihn steht Faust exemplarisch für eine Haltung, die auch
unsere Gegenwart prägt: immer handeln, immer leisten, immer
beschäftigt sein.

Für viele Menschen ist Langeweile kaum auszuhalten, sie gilt als
bedrohlich oder sinnlos. Doch auch das Gegenteil belastet, macht
Konersmann im Gespräch mit Sophie und Stephanie deutlich: Ständige
Unruhe erzeugt Stress und erschöpft Körper und Geist. Dabei
versteht er Unruhe nicht nur als Problem, sondern als Passion – als
ein herbeigesehntes Leid, das Menschen antreibt und zugleich
überfordert. Faust wird so zum Spiegel einer Gesellschaft, die kaum
noch zur Ruhe kommt.

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