#68 Die zwei Bewegungen des Lebens - Männliches & Weibliches als innere Reife...
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Beschreibung
vor 1 Tag
In dieser Episode tauchen wir ein in die Essenz des Männlichen
und Weiblichen, nicht als Rollen oder Identitäten, sondern als
lebendige Kräfte, als innere Bewegungen, die durch uns wirken.
Wenn wir als Frau unsere männliche Energie integriert haben,
entsteht etwas Stilles und zugleich Kraftvolles, ein innerer
Halt. Wir werden klar, präsent und selbsttragend. Unser innerer
Raum öffnet sich, eine Art Container, der uns hält. Aus dieser
inneren Kapazität werden wir wirklich empfangend. Nicht aus
Mangel, nicht aus Bedürftigkeit, sondern aus Offenheit,
weil wir bereits Ganzheit in uns haben. Und erst dann kann das
Männliche im Aussen wahrhaft geben, weil wir nicht mehr ziehen,
sondern in uns präsent bleiben. Wir brauchen Niemanden mehr, der
uns trägt oder hält, aber wir wählen es, weil wir es lieben Frau
zu sein und das bringt auch den Mann in seine Kraft, weil es die
natürliche Ordnung in der Polarität ist. Alte Dynamiken und
Abhängigkeiten lösen sich auf. Wir begegnen dem Männlichen aus
unserer eigenen Grösse heraus, wach, frei und bewusst. Weil wir
das Männliche in uns kennen, entspannen wir uns im Aussen in es
hinein und müssen es weder fürchten noch künstlich erhöhen. Aus
dieser inneren Stärke heraus sind wir weich, nährend, sinnlich,
hingebungsvoll, empfangend ohne uns im Gegenüber zu verlieren
oder uns selbst zu verlassen, denn wir brauchen keinen Pseudo
Schutz mehr. Wir sind wahrhaftig, stark, verankert in uns selbst
und erlauben es vollständig gesehen zu werden. Erst dann entsteht
gesunde Polarität. Und natürlich gilt das ebenso für den Mann. Je
integrierter seine innere Weiblichkeit ist, desto präsenter und
kraftvoller wird seine Männlichkeit. Er sucht keine Mutter mehr
und auch keine Frau, die sich unterordnet oder ihn anhimmelt. Er
wählt eine Gefährtin. Eine Partnerin auf Augenhöhe. Nicht aus
Mangel oder innerer Fragmentierung, sondern weil er seine
Männlichkeit bewusst verkörpern möchte. Reife entsteht auch hier,
wenn Richtung und Gefühl, Halt und Lebendigkeit im Inneren
zusammenfinden. Wenn das Männliche und Weibliche nicht mehr
gegeneinander arbeiten, sondern sich gegenseitig tragen, entsteht
echte Begegnung und eine heilige Verbindung.
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