Iryna Herasimovich: «Exil ist eine unsichtbare Arbeit»
Wie unterwandert Kunst die Diktatur in Belarus? Dazu forscht Iryna
Herasimovich am Slavischen Seminar in Zürich. Als sie in die
Schweiz kam, wollte sie nur einige Monate bleiben, um Literatur zu
übersetzen. Doch die gewaltsame Niederschlagung der Prot ...
1 Stunde 9 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Wie unterwandert Kunst die Diktatur in Belarus? Dazu forscht Iryna
Herasimovich am Slavischen Seminar in Zürich. Als sie in die
Schweiz kam, wollte sie nur einige Monate bleiben, um Literatur zu
übersetzen. Doch die gewaltsame Niederschlagung der Protestbewegung
verunmöglichte eine Rückkehr. «Hier habe ich das Gefühl, endlich
angekommen zu sein», sagt Iryna Herasimovich, wenn sie von ihrer
Arbeit am Slavischen Seminar in Zürich erzählt. Sie habe das Glück,
dass ihr Umfeld sensibel auf ihre Situation reagiere. Hinter ihr
liegen Jahre voller Entscheidungen, die sie nie treffen wollte: Sie
musste ihre Wohnung in Minsk per Video auflösen, ihr altes Leben
und vor allem geliebte Menschen für unbestimmte Zeit zurücklassen.
Heute kann sie sagen: «Exil ist nicht nur Verlust, sondern auch
eine Bereicherung.» In «Musik für einen Gast» erzählt Iryna
Herasimovich davon, weshalb ihr ein Lied von Mani Matter während
der Revolutionswirren geholfen hat. Und sie erklärt, weshalb
übersetzen für sie auch eine politische Bedeutung hat: «Es geht um
die Haltung, sich auf andere einzulassen und sich zu bemühen, sie
zu verstehen.» Die Musiktitel: 1. Belarussisches Volkslied: «Lito»
(Ivan Kirchuk / Siarhei Douhushau / Margarita Levchuk) 2.
Uladzimier Teraŭski - «Kupalinka» (Singfrauen Winterthur / Albin
Brun Quartett) 3. Erstes Wiener Heimorgelorchester (EWHO) – «Die
Letten werden die ersten sein» 4. Edvard Grieg - Peer-Gynt-Suite:
«Åses Tod» (Zürcher Kammerorchester / Howard Griffiths) 5. Arvo
Pärt - «Salve Regina» (Estonian Philharmonic Chamber Choir / Paul
Hillier)
Herasimovich am Slavischen Seminar in Zürich. Als sie in die
Schweiz kam, wollte sie nur einige Monate bleiben, um Literatur zu
übersetzen. Doch die gewaltsame Niederschlagung der Protestbewegung
verunmöglichte eine Rückkehr. «Hier habe ich das Gefühl, endlich
angekommen zu sein», sagt Iryna Herasimovich, wenn sie von ihrer
Arbeit am Slavischen Seminar in Zürich erzählt. Sie habe das Glück,
dass ihr Umfeld sensibel auf ihre Situation reagiere. Hinter ihr
liegen Jahre voller Entscheidungen, die sie nie treffen wollte: Sie
musste ihre Wohnung in Minsk per Video auflösen, ihr altes Leben
und vor allem geliebte Menschen für unbestimmte Zeit zurücklassen.
Heute kann sie sagen: «Exil ist nicht nur Verlust, sondern auch
eine Bereicherung.» In «Musik für einen Gast» erzählt Iryna
Herasimovich davon, weshalb ihr ein Lied von Mani Matter während
der Revolutionswirren geholfen hat. Und sie erklärt, weshalb
übersetzen für sie auch eine politische Bedeutung hat: «Es geht um
die Haltung, sich auf andere einzulassen und sich zu bemühen, sie
zu verstehen.» Die Musiktitel: 1. Belarussisches Volkslied: «Lito»
(Ivan Kirchuk / Siarhei Douhushau / Margarita Levchuk) 2.
Uladzimier Teraŭski - «Kupalinka» (Singfrauen Winterthur / Albin
Brun Quartett) 3. Erstes Wiener Heimorgelorchester (EWHO) – «Die
Letten werden die ersten sein» 4. Edvard Grieg - Peer-Gynt-Suite:
«Åses Tod» (Zürcher Kammerorchester / Howard Griffiths) 5. Arvo
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