Das Relais im Detail: Schaltverstärker, Schutz und die Geheimnisse von A1/A2, 85/86 und der Hysterese

Das Relais im Detail: Schaltverstärker, Schutz und die Geheimnisse von A1/A2, 85/86 und der Hysterese

20 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten

Das Relais im Detail: Schaltverstärker, Schutz und die
Geheimnisse von A1/A2, 85/86 und der Hysterese


Quelle: Interne Unterlagen Thema: Das Relais; Fach: SL / Hf, Hn;
Meisterschule Landmaschinenmechanik  @ms-muc-lama ​


Podcast Beschreibung: Das Relais im Detail:
Schaltverstärker, Schutz und die Geheimnisse von A1/A2, 85/86 und
der Hysterese


Tauchen Sie ein in die Welt der Steuerstromkreise! In dieser
tiefgehenden Episode beleuchten wir das Relais,
ein unverzichtbares Bauteil in der Elektrotechnik und der
Landmaschinenmechanik.


Das Relais: Schaltverstärker und
Schutzmechanismus


Erfahren Sie, wie das Relais gleich drei zentrale Aufgaben
erfüllt: Es ermöglicht das gleichzeitige und
potentialgetrennte Schalten mehrerer Laststromkreise mit
lediglich einem Steuerstromkreis. Es agiert als
Schaltverstärker, da es die Steuerung hoher
elektrischer Leistungen mit einer vergleichsweise niedrigen
Leistung ermöglicht. Darüber hinaus sorgt es für die wichtige
galvanische Trennung zwischen dem steuernden und
dem zu schaltenden Stromkreis und kann zur
Signalumkehr genutzt werden.


Die Funktionsweise ist elegant: Liegt eine Spannung an
der Spule an, wird der Anker vom Eisenkern der
Spule angezogen und der Arbeitskontakt
geschlossen. Die wesentlichen Elemente sind dabei der
Strom, die Spule, der Anker und die Arbeitskontakte.


Die Geheimnisse der Anschlüsse: A1/A2, 85/86 und
mehr


Wir entschlüsseln die normierte Kennzeichnung der
Relaisanschlüsse:


Die Spule wird standardmäßig mit
A1/A2 bezeichnet.

In der KFZ-Technik sind die Anschlüsse für den Antrieb
85 (Ausgang/Minus) und 86
(Eingang).

Die Kontakte können als Öffner (11/12),
Schließer (13/14) oder als Wechsler
(11/12/14) ausgeführt sein, wobei 11 der
gemeinsame Anschluss (COM) ist.

Wir erklären auch komplexe KFZ-Kontaktbezeichnungen wie
87 (Eingang Öffner und Wechsler) und
88 (Eingang Schließer).



Hysterese und die kritischen Nennwerte


Was hält ein Relais geschaltet, selbst wenn die Spannung etwas
sinkt? Das Geheimnis liegt in der Hysterese –
dem Unterschied zwischen der Anzugsspannung und
der Abfallspannung.


Die Anzugsspannung ist die typische
Spannung, bei der der Anker anzieht (z.B. 3–7 V).

Die Abfallspannung ist die Spannung, bei der
der Anker abfällt. Sie ist grundsätzlich
geringer als die Anzugsspannung. Dies verhindert, dass
ein Relais unbeabsichtigt angezogen bleibt, etwa bei
Fremdeinspeisung mit niedrigerer Spannung.



Wir zeigen Ihnen auch, welche Messungen zur
Relaisprüfung essenziell sind, wie der
Durchgangstest der Spule zwischen den
Anschlüssen 86 und 85, die Ermittlung des
Spulenwiderstands (z.B. zwischen 10 Ohm und 2 kOhm), und der
Hörtest (Klicken beim Schalten). Außerdem
behandeln wir wichtige Zeitwerte, wie die
Ansprechzeit (typischerweise 6,5 ms) und die
Rückfallzeit (typischerweise 2 ms), sowie
Nennwerte wie den Dauerstrom (z.B. 40 A).


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