#40 - Betriebsübergabe: Herausforderungen und Gelingensfaktoren
44 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Monaten
Der Demografische Wandel kickt überall. In der nahen Zukunft
werden immer mehr Boomer in Rente gehen und in vielen Betrieben
und Organisationen ihre Arbeitsplätze räumen. Und was kommt dann?
Wer übernimmt die Jobs, die zahlreichen Ämter, die diese
Generation ausgefüllt hat? Und wie kann ein guter Übergang
gelingen?
Für viele ist die Übergabe mit großen Herausforderungen
verbunden. Wie hört man auf? Wie geht man mit den vielfältigen
Emotionen, Erwartungen und Ängsten um, die an dem Thema hängen?
Wie hält man Wissen in der Organisation? Und wie organisiert und
plant man überhaupt den Ablauf der Übergabe? Welchem Druck ist
man da ausgesetzt? Wie kommuniziert man richtig? All das sind
Fragen, die wir mit unseren Gäst:innen diskutiert haben.
Im Gespräch zu Gast waren Laura Jungnickel und Sophia Krebber,
damals beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an der Hochschule
für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, die über ko-kreative
und kooperative Nachfolgegestaltung im Projekt Inno4Ufo geforscht
haben. Das Projekt Inno4Ufo steht für innovative Instrumente zur
Unterstützung der Unternehmensfortführung in ländlichen Räumen.
Gemeinsam mit Brandenburger Betrieben hat das Projekt untersucht,
wie Unternehmensnachfolgen neugestaltet werden können und wie sie
wirtschaftliche sowie soziale Stabilität in ländlichen Räumen
sichern können.
Das Projekt ist im August abgeschlossen worden, dementsprechend
gab es viele Ergebnisse, die Laura und Sophia mit uns teilen
können und die in ihrer Abschlusspublikation wunderbar
nachzulesen sind: https://nachfolgemagazin.carrd.co/. Wir nehmen
verschiedene Punkte mit:
Je früher der Prozess angeschoben wird, desto besser können
die Beteiligten einbezogen werden und umso mehr Kontrolle hat man
auch über die Gestaltung.
Vertrauen muss aufgebaut werden, lange bevor man über
Nachfolge spricht.
Die alleinige Verantwortung schreckt viele ab. Die Lösung
können kooperative Geschäftsmodelle sein, bei denen
gemeinsam mit Mitarbeitenden Nachfolgelösungen entwickelten
werden, die Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechen.
Verantwortung kann auch auf mehreren Schultern verteilt werden.
Wichtige Herangehensweisen sind dabei: Kleine Aufgabenpakete,
definierte Aufgaben, Gemeinschaftsgefühl, Verlässlichkeit und
dass der Dialog zwischen den Generationen gesucht wird.
Insbesondere über Erwartungen sollte dabei gesprochen werden.
Wichtig ist außerdem: Nur, weil etwas immer so war, muss es nicht
so bleiben, sondern kann auch verändert werden.
Lust mehr zum Thema Betriebsübergabe zu lernen und hands-on Tipps
zu bekommen, wie man den Prozess angeht? Die AHA bietet hier
verschiedene Workshops an, schaut gerne mal auf unserer Homepage
vorbei!
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