Podcaster
Episoden
10.02.2026
31 Minuten
In dieser Folge treffen wir Bernadette LaHengst, Musikerin und
Theatermacherin, die sich in ihren Werken gegen soziale
Ungerechtigkeit und Fremdenfeindlichkeit einsetzt sowie für den
Klimaschutz engagiert.
Im Podcast sprechen wir über ihren Einsatz als „bedingungslose
Chorleiterin”, darüber, was für sie Heimat bedeutet, und über die
Sehnsucht nach dem Weggehen und Ankommen.
Als Chorleiterin ist Bernadette LaHengst auch in ländlichen
Räumen unterwegs, zum Beipsiel in Wittenburg. Hier war sie
gemeinsam mit dem Stadtplaner Ton Matton unterwegs und hat
Aktionen gegen Leerstand und Landflucht durchgeführt, die zu
einem gestärkten Selbstbewusstsein der Menschen vor Ort geführt
haben. So wurden leerstehende Häuser bestrickt und ein
Beschwerdechor gegründet.
Die verschiedenen Chöre, die Bernadette in allen Landesteilen
gegründet hat, dienen aber nicht nur dem Beschweren, sondern auch
der Visionsentwicklung und tragen dazu bei, die Situation vor Ort
mit Humor zu betrachten. Wichtiger noch: Diese Chöre tragen zum
Zusammenhalt der Gesellschaft vor Ort bei, denn die Menschen
reden und singen wieder miteinander und lernen, auch mit
Widersprüchen und anderen Meinungen umzugehen.
Songs, über die wir gesprochen haben:
„Gib mir meine Zukunft zurück“ von Bernadette LaHengst
https://www.youtube.com/watch?v=RpoO_7ncnvM
„Das Dorf am Ende der Welt von Michael Girke/Jetzt! von
unserem Label „Fast Weltweit“ aus Ostwestfalen aus dem Jahr
1988. https://www.youtube.com/watch?v=5Q3pdLvQfBA&list=RD5Q3pdLvQfBA&start_radio=1
Chorprojekte in ländlichen Regionen von Bernadette La
Hengst:
(Wittenburg) Die Große Straße führt hier raus (2012)
https://www.youtube.com/watch?v=k68g4N5cJhE&list=RDk68g4N5cJhE&start_radio=1
Salzkammergut Hymne: Über Berge blicken lernen (2024)
https://www.youtube.com/watch?v=if9Q7Y0nD7E&list=RDif9Q7Y0nD7E&start_radio=1
Tribsees, ich kann deine Zukunft sehen (2020/21)
https://www.youtube.com/watch?v=dNhfmI9PbRA&list=RDdNhfmI9PbRA&start_radio=1
Gottsbüren, eine Vision (2015)
https://www.youtube.com/watch?v=WT3OgcZnIDU&list=RDWT3OgcZnIDU&start_radio=1
Saarpfalz: Vereint Euch! (2018)
https://www.youtube.com/watch?v=NTnkQRjpCmo&list=RDNTnkQRjpCmo&start_radio=1
Weißwasser: Bela Woda gib mir Magie (2019)
https://www.youtube.com/watch?v=-dJblSKxJP0&list=RD-dJblSKxJP0&start_radio=1
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13.01.2026
41 Minuten
Noch vor 10 Jahren war das Konzept eher typisch für urbane
Szenekieze wie Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Mittlerweile
finden sich in vielen Landgemeinden und Kleinstädten in
Bahnhöfen, Schulen oder anderen umgenutzten Gebäuden CoWorking
Spaces. Hier wird gemeinschaftlich und flexibel gearbeitet, sich
ausgetauscht und neue Orte der Begegnung geschaffen.
Einer, der an der Verbreitung von CoWorking Spaces auf dem Land
nicht ganz unschuldig ist, ist Tobias Kremkau. Er ist unser Gast
in der neuen Folge LandAussichten und beschäftigt sich seit
vielen Jahren mit den Themen New Work und CoWorking im Kontext
ländlicher Räume. Als Berater für die Genossenschaft CoWorkLand
unterstützt er Betreiber*innen von Coworking Spaces, schreibt
Studien und begleitet Projektgruppen, die sich auf den Weg
gemacht haben, neue Arbeits- und Begegnungsorten auf dem Land zu
schaffen.
Im Gespräch mit Louis Schlag gibt er Einblicke aus seinem
beruflichen Alltag, teilt seine Begeisterung für das Thema und
macht die Herausforderungen und Chancen deutlich, die mit der
Schaffung und dem Betrieb von CoWorking Spaces einhergehen.
Besonders geht es dabei darum, wie vielfältig ländliche CoWorking
Gemeinschaften sind und welche Bedeutung CoWorking-Spaces und
MehrWertOrten als Begegnungsorte und Andockorte für die regionale
Entwicklung tragen. Abschließend haben wir auch über die
Veränderungen des Konzepts in den letzten Jahren gesprochen und
darauf geblickt, wie sich seine eigene Philosophie zum Thema
verändert hat.
Weitere Informationen und weiterführende Links zur Episode findet
ihr hier:
· Mehr zur CoWorkLand
eG erfahrt ihr auf ihrer Website unter: https://coworkland.de/
· Zum Konzept der
MehrWertOrte lest ihr unter: https://coworkland.de/mehrwertorte/
· Die von Tobias
angesprochene Studie zu Coworking im ländlichen Raum, inkl.
Typologie, Trends und Beschreibung findet ihr unter:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/user_upload/Coworking_im_laendlichen_Raum.pdf
· Wo die zentralen
Erfolgsfaktoren der Gründung liegen, lässt sich in der Broschüre
"Coworking auf dem Land – Wie es gelingt und was es dafür
braucht" nachlesen:
https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/coworking-land-bule.html
Wir freuen uns auf eure Gedanken und Kommentare zur Episode!
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09.12.2025
1 Minute
#42 – Ein Kiosk für die Gesundheit
In der heutigen Folge von "LandAussichten" nehmen wir euch mit zu
den Gesundheitskiosken in Thüringen – Orte, an denen
Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum neu gedacht wird.
Diese Kioske sind mehr als nur medizinische Anlaufstellen: Sie
verbinden Beratung, Prävention und Telemedizin mit
sozialer Vernetzung und schaffen Begegnungsräume, in denen
Menschen unkompliziert Antworten auf Fragen zu Gesundheit und
Alltag finden. Sie schließen Versorgungslücken, erleichtern den
Zugang zu Ärzt:innen und vernetzen die Menschen vor Ort.
Unsere Gäste, Christopher Kaufmann, Bürgermeister und Initiator
der Gesundheitskioske, und Kerstin Faber, Planerin und frühere
Projektleiterin bei der IBA Thüringen, berichten aus erster Hand
von der Entstehung, den architektonischen und sozialen Aspekten
sowie der Akzeptanz der Kioske in der Bevölkerung. Diese Kioske
agieren wie kleine Trabanten, die Informationen aus der Region
aufnehmen und weitergeben, und sind Teil eines größeren
Netzwerks, das medizinische Versorgung, Beratung und
Gemeinschaft miteinander verbindet. Die Gestaltung, Sichtbarkeit
und die Einbindung der Bevölkerung sind entscheidend für ihren
Erfolg. Die Kioske sind dabei bewusst so angelegt, dass sie
Menschen zusammenbringen, Beteiligung ermöglichen und den
ländlichen Raum stärken. Statt einer Eistüte weht am Kiosk ein
kleines Fähnchen mit ‚Offen‘, das den Weg weist und zum Eintreten
einlädt.
Im Gespräch geht es um die Vision einer ganzheitlichen
Gesundheitsversorgung, die weit über Medizin hinausgeht.
Diese zielt darauf ab, den Alltag der Menschen insgesamt zu
erleichtern und soziale Belange stärker einzubeziehen. Wir
diskutieren, wie Architektur, Vernetzung und Technologie
Brücken zwischen medizinischer Versorgung, Telemedizin und
sozialer Teilhabe schlagen können, welche Chancen sich durch
regionale Netzwerke ergeben und wie kleine Impulse in ländlichen
Räumen große Wirkung entfalten. Besonders deutlich wird, dass die
Umsetzung solcher Projekte Mut, Experimentierfreude und
langfristiges Engagement erfordert – und dass selbst
scheinbar kleine Maßnahmen, wie ein gut gestalteter, sichtbarer
Kiosk, nachhaltige Veränderungen vor Ort bewirken können.
Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie Gesundheitskioske die
Gesundheitsversorgung in Thüringen neu denken und ländliche Räume
stärken, hört rein!
Für vertiefende Infos zum Projekt und den Inhalten des
Gesprächs empfehlen wir:
Die Website der Projektinitiatorin – Stiftung Landleben /
Gesundheitskioske:
http://www.stiftung-landleben.de/unsere-partner/gesundheitskioske.html
Die Projektübersicht der IBA Thüringen / Region Seltenrain
zum Thema
Gesundheitskioske: https://iba-thueringen.de/projekte/region-seltenrain-gesundheitskioske
Ein Fachbeitrag im Onlinemagazin Baunetzwissen zum Thema
Gesundheitskioske: https://www.baunetzwissen.de/sonnenschutz/objekte/sonderbauten/gesundheitskioske-in-thueringen-8186002
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11.11.2025
40 Minuten
Im Rahmen unserer Rural Science Slams bringt die Andreas Hermes
Akademie aktuelle Forschung zu ländlichen Räumen in die
Hauptstadt. Aber wer bringt eigentlich Wissenschaft,
Kommunikationsformate, Inhalte und Ideen aus der Forschung aufs
Land, wo doch die meisten Forschungseinrichtungen in Städten
angesiedelt sind?
In dieser Episode unseres Podcasts "Landaussichten" diskutieren
Louis Schlag und Philipp Schrögel über die Herausforderungen und
Chancen der Wissenschaftskommunikation in ländlichen Räumen. Sie
beleuchten das Projekt "Heimspiel Wissenschaft", das darauf
abzielt, Wissenschaftsinhalte auch für die Bevölkerung in
ländlichen Regionen zugänglich zu machen. Hierbei nutzt das
Projekt persönliche Verbindungen, in dem es Forschende, die aus
ländlichen Regionen stammen, für einen Vortrag in die heimische
Kneipe, Vereinsheim oder Feuerwehrhaus zurückbringt.
Im Gespräch teilt Philipp Schrögel Anekdoten und Highlights aus
den „Heimspielen“ und betont die Bedeutung des lokalen Bezugs und
persönlichen Kontakts für den Erfolg solcher Formate. Dabei geht
es um das Ernstnehmen kultureller Barrieren zwischen Stadt und
Land, warum eine Moderation und ein Rahmen entscheidend sind und
wie das Projekt und der Ansatz auch die Bildungsmobilität in
Deutschland stärken kann.
Heimspiel Wissenschaft war ein gemeinsames Projekt der
Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der con gressa
GmbH und dem #Wisskomm Lab am Käte Hamburger Kolleg für
Apokalyptische und Postapokalyptische Studien (CAPAS) der
Universität Heidelberg. Gefördert wurde es ursprünglich durch das
Bundesministerium für Forschung, Technologie und
Raumfahrt. Mittlerweile wird der Ansatz von einzelnen
Hochschulen weitergeführt. Auch die Max
Planck-Gesellschaft hat das Format aufgegriffen und organisiert
Heimspiele mit Forschenden aus Max Planck-Instituten.
Aus dem Gespräch lassen sich verschiedene Kernpunkte mitnehmen:
· Die
Wissenschaft genießt in Deutschland ein moderat positives
Vertrauen.
· Die persönliche
Geschichte und der Bezug der Vortragenden spielen eine wichtige
Rolle für das Gelingen der Veranstaltungen.
· Etablierten
mobilen WissKommformaten wie Wanderausstellungen fehlt es häufig
an persönlichen Verbindungen in die Gemeinden hinein.
· Das Setting und
die Örtlichkeit spielen eine wichtige Rolle: Bekannte
Begegnungsorte wie Kneipen oder Vereinsheime schaffen eine
Atmosphäre des Vertrauens und erleichtern damit den Austausch.
·
Wissenschaftskommunikationsveranstaltungen in ländlichen Räumen
sind oft erfolgreicher, je kleiner die Gemeinde ist.
· Es gibt ein
großes Interesse an Wissenschaft in ländlichen Regionen und
vergleichbare Angebote sind in ländlichen Räumen oft begrenzt.
· In den
Veranstaltungen geht es nicht immer nur um die Inhalte, sondern
auch um die Biografien und Werdegänge der Forschenden.
· Die
Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation liegen in der
Finanzierung und Zeit der Forschenden.
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14.10.2025
44 Minuten
Der Demografische Wandel kickt überall. In der nahen Zukunft
werden immer mehr Boomer in Rente gehen und in vielen Betrieben
und Organisationen ihre Arbeitsplätze räumen. Und was kommt dann?
Wer übernimmt die Jobs, die zahlreichen Ämter, die diese
Generation ausgefüllt hat? Und wie kann ein guter Übergang
gelingen?
Für viele ist die Übergabe mit großen Herausforderungen
verbunden. Wie hört man auf? Wie geht man mit den vielfältigen
Emotionen, Erwartungen und Ängsten um, die an dem Thema hängen?
Wie hält man Wissen in der Organisation? Und wie organisiert und
plant man überhaupt den Ablauf der Übergabe? Welchem Druck ist
man da ausgesetzt? Wie kommuniziert man richtig? All das sind
Fragen, die wir mit unseren Gäst:innen diskutiert haben.
Im Gespräch zu Gast waren Laura Jungnickel und Sophia Krebber,
damals beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an der Hochschule
für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, die über ko-kreative
und kooperative Nachfolgegestaltung im Projekt Inno4Ufo geforscht
haben. Das Projekt Inno4Ufo steht für innovative Instrumente zur
Unterstützung der Unternehmensfortführung in ländlichen Räumen.
Gemeinsam mit Brandenburger Betrieben hat das Projekt untersucht,
wie Unternehmensnachfolgen neugestaltet werden können und wie sie
wirtschaftliche sowie soziale Stabilität in ländlichen Räumen
sichern können.
Das Projekt ist im August abgeschlossen worden, dementsprechend
gab es viele Ergebnisse, die Laura und Sophia mit uns teilen
können und die in ihrer Abschlusspublikation wunderbar
nachzulesen sind: https://nachfolgemagazin.carrd.co/. Wir nehmen
verschiedene Punkte mit:
Je früher der Prozess angeschoben wird, desto besser können
die Beteiligten einbezogen werden und umso mehr Kontrolle hat man
auch über die Gestaltung.
Vertrauen muss aufgebaut werden, lange bevor man über
Nachfolge spricht.
Die alleinige Verantwortung schreckt viele ab. Die Lösung
können kooperative Geschäftsmodelle sein, bei denen
gemeinsam mit Mitarbeitenden Nachfolgelösungen entwickelten
werden, die Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechen.
Verantwortung kann auch auf mehreren Schultern verteilt werden.
Wichtige Herangehensweisen sind dabei: Kleine Aufgabenpakete,
definierte Aufgaben, Gemeinschaftsgefühl, Verlässlichkeit und
dass der Dialog zwischen den Generationen gesucht wird.
Insbesondere über Erwartungen sollte dabei gesprochen werden.
Wichtig ist außerdem: Nur, weil etwas immer so war, muss es nicht
so bleiben, sondern kann auch verändert werden.
Lust mehr zum Thema Betriebsübergabe zu lernen und hands-on Tipps
zu bekommen, wie man den Prozess angeht? Die AHA bietet hier
verschiedene Workshops an, schaut gerne mal auf unserer Homepage
vorbei!
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Über diesen Podcast
Unsere Abteilung Entwicklung ländlicher Räume steigt jetzt auch
mit der Reihe „LandAussichten“ in den AHA-Podcast ein. Wir werfen
einen genauen Blick auf die vielfältigen Themen und
Fragestellungen, die die ländlichen Räume in Deutschland
beschäftigen. Ehrenamt, Landnutzung, Zukunftsbilder oder neue
Narrative – gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den
ländlichen Räumen werden diese und weitere Bereiche genauer unter
die Lupe genommen.
Einmal im Monat ist eine neue Folge auf allen gängigen
Plattformen zu hören (z. B. Apple Podcasts, Spotify sowie auf
unserem YouTube-Kanal).
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