#90 Toben

#90 Toben

vor 9 Monaten
Wir fordern Indoor-Spielplätze für Erwachsene
1 Stunde 8 Minuten
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Beschreibung

vor 9 Monaten

Was als harmloser Familienausflug begann, endete in einem der
wohl skurrilsten Zwischenfälle, die ein bekannter
Indoor-Spielplatz in Essen je erleben musste. Podcaster und
Moderator C-Bas wollte eigentlich nur einen entspannten
Nachmittag mit seinem Sohn verbringen – doch kaum betrat er die
Kletterhalle, verwandelte er sich in ein tobendes Kind im Körper
eines Erwachsenen.


Augenzeugen berichten entsetzt von Szenen „zwischen purer
Euphorie und völliger Selbstaufgabe“. So rannte C-Bas mit
ausgestreckten Armen durch die Halle, warf sich in das Bällebad,
tauchte unter, tauchte wieder auf und rief lachend: „Ich wohne
jetzt hier!“


Kurz darauf stürmte er auf die Riesenrutsche, rief „Ich bin
Erster!“, drängelte sich zwischen Kindern durch – und blieb
mitten im Tunnel stecken. Minutenlang hörte man abwechselnd
Lachen, Fluchen und Kichern aus der Röhre. „Ich dachte, das ist
ein Animateur, der extra so tut“, sagte eine Mutter. „Bis mir
klar wurde: Der meint das ernst.“


Kaum wieder unten, ging die Eskalation weiter. Auf der Hüpfburg
machte C-Bas einen Bauchklatscher, rollte sich schreiend hin und
her, warf High Fives in die Menge und rief: „Ich bin der
Kletterkönig! Keiner kommt hier hoch!“


Kinder wichen zurück, Eltern filmten ungläubig mit. Ein
Mitarbeiter erzählte später: „Wir wollten schon fragen, ob ein
Kind seine Eltern verloren hat – bis wir merkten, dass ER der
Vater war.“


Nach über einer Stunde grenzenloser Spielfreude hatte sein Sohn
schließlich genug. Der kleine Junge ging selbstbewusst zum
Empfang, griff zum Mikrofon und ließ durch die Lautsprecher
verkünden: „Papa, bitte sofort zum Ausgang kommen. Dein Sohn
wartet auf dich. Wir fahren jetzt nach Hause.“


Was dann folgte, war der emotionale Höhepunkt: C-Bas blieb
stehen, die Unterlippe zitterte und er begann laut zu weinen.
„Ich will noch einmal rutschen!“, rief er, während die
überforderten Mitarbeiter versuchten, ihn zu beruhigen.


Wenig später verließ der Podcaster barfuß, verschwitzt und mit
verweinten Augen die Halle – sichtlich erschöpft, aber irgendwie
auch glücklich. „Das war’s wert“, soll er noch gemurmelt haben,
bevor er im Ausgangsbereich verschwand.

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