#30 Transgenerationales Trauma — Spot on: Maren Heidemann

#30 Transgenerationales Trauma — Spot on: Maren Heidemann

1 Stunde 14 Minuten

Beschreibung

vor 5 Monaten
Heute geht’s ums Erben. Im weiteren Sinne, vor allem aber im
tieferen Sinne. Maren Heidemann kommt aus einer Unternehmerfamilie,
hat strukturell schon Macht geerbt und genau so viele
Überlebensstrategien. Mit 29 Jahren sitzt sie bereits in den
Führungsetagen, weil sie natürlich ihrer Familie und sich selbst
beweisen wollte, dass auch sie dazugehört. Und wie ist es, Schuld
zu erben? Maren weiß darum, hat es schon als Kind gefühlt – „diesen
Nebel“. Als sie anfängt, ihrer inneren Stimme immer aufmerksamer
zuzuhören, kündigt sie ihren top bezahlten Job und weiß, was sie
tun muss. „Ich wusste, ich will in die Tiefe”. Sie öffnet Schritt
für Schritt ihre eigenen Kellertüren und stößt damit auf die
Schatten der Familie, aus der sie kommt. Mit Mut, Verstand und sehr
viel Gefühl erarbeitet Maren sich ihre Geschichte, die auch unser
aller kollektive Geschichte ist. Es geht um das Vererben von
transgenerationalem Trauma. Passend dazu sprechen wir auch über den
aktuellen Film „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski, den
wir beide allen empfehlen, die sich für die Aufarbeitung ihrer
Geschichte interessieren — quasi ein „must see“. Maren ist
natürlich längst zurück in den Unternehmen (vor allem in der
Autoindustrie), aber inzwischen mit dem Thema „Machtmissbrauch in
Führungsetagen – wenn Trauma am Steuer sitzt“. Die Erfahrungen, von
denen sie berichtet, sind sowohl herausfordernd, aber eben auch
optimistisch und vor allem extrem nötig. Marens „allofme“ ist so
tiefgreifend und nah, so schonungslos und ehrlich, dass einem der
Atem manchmal wirklich flach wird. Und nach 250 Podcastfolgen kann
ich sagen: Sie hat eine der schönsten, weichsten und
herzerwärmendsten Stimmen, die bei mir am Mikro saßen, mit einem
Thema, das nicht tiefer gehen könnte.

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