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Texte, Kritiken und ein wöchentlicher Podcast über Kino, Erinnerung und die Magie der Bilder – zwischen VHS-Nostalgie, Streaming-Gegenwart und dem, was Film in uns auslöst.
Beschreibung
vor 7 Monaten
"Mountainhead" fängt stark an. Vier Tech-Milliardäre ziehen sich
in ein abgeschottetes Anwesen in den Bergen zurück, während
draußen die Welt im Chaos versinkt. Deepfakes, Künstliche
Intelligenz und Desinformation reißen Gesellschaften auseinander,
und die kleine Runde von Superreichen müsste sich eigentlich
fragen, welche Verantwortung sie trägt. Die Ausgangslage wirkt
packend, brisant und hochaktuell.
Ab der Mitte verliert der Film jedoch spürbar seinen Fokus. Die
moralischen und politischen Fragen, die zu Beginn klar im Raum
stehen, werden nicht weitergeführt. Stattdessen verliert sich die
Handlung in Absurditäten und Nebensträngen. Die Figuren entfernen
sich voneinander, die satirische Zuspitzung verliert an Schärfe,
und mit jeder Szene löst sich die anfängliche Spannung weiter
auf. Was anfangs wie ein geschlossenes Kammerspiel mit
gesellschaftlicher Wucht wirkt, verliert Schritt für Schritt den
Halt und bleibt ohne klaren Fixpunkt.
Am Ende bleibt der Eindruck eines Films, der zu viel wollte. Er
sucht die Balance zwischen Satire, Thriller und moralischem
Drama, doch die Ebenen verbinden sich nicht zu einer kraftvollen
Erzählung. So verharrt "Mountainhead" im Ansatz. Das Potenzial
ist spürbar, doch das erzählerische Rückgrat fehlt.
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