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Beschreibung
vor 5 Monaten
A) Jeanne Dielman - 23 Quai du Commerce, 1080
BruxellesBelgisch-französischer Experimentalfilm
von 1975
Jeanne ist eine junge, verwitwete Frau, die mit ihrem 16-jährigen
Sohn in einer Brüsseler Wohnung lebt. Ihr Alltag ist von Routinen
geprägt: Kochen, sich waschen, das Bett machen. Zu diesen
Routinen gehören auch gelegentliche Besuche von Männern, an die
sie sich prostituiert. Mit Veränderungen oder Abweichungen von
ihren Gewohnheiten tut sie sich schwer. So lassen verkochte
Kartoffeln oder Musik sie unruhig werden. Drei Tage verfolgen wir
Jeanne bei ihrem alltäglichen Tun, bis ihr Leben beim Besuch des
dritten Mannes in ein neues Stadium tritt.
Alle 10 Jahre stellt das britische Magazin Sight & Sound die
Frage nach dem besten Film aller Zeiten. Befragt werden 1600
Filmkundige auf der ganzen Welt, sodass diese Umfrage als
belastbar gilt, quasi als die offizielle Wahl des besten Films
aller Zeiten. Nachdem 50 Jahre lang „Citizen Kane“ diese Liste
anführte, siegte zuletzt 2012 Hitchcocks „Vertigo – Aus dem Reich
der Toten“. Bei der jüngsten Befragung 2022 gab es einen
überraschenden neuen Gewinner: Chantal Akermans „Jeanne Dielman“.
Trotz dieser Auszeichnung wird der Film in Deutschland nur selten
gezeigt und ist bisher nicht auf Tonträger veröffentlicht
worden.
B) Dolores / Dolores
Claiborne
Amerikanisches Drama von 1995
Zweiundzwanzig Jahre lang hat Dolores Claiborne in einem
Ostküstenstädtchen einer tyrannischen Millionärin den Haushalt
geführt, ihre Bosheiten ertragen und die zuletzt Bettlägerige
gepflegt. Als die alte Lady bei einem Treppensturz ums Leben
kommt, wittert Detective John Mackey seine große Chance. Schon
einmal hat er Dolores des Mordes überführen wollen und ist
gescheitert: damals, als ihr Mann während einer Sonnenfinsternis
mysteriös verunglückte. Der darauffolgende Freispruch prangt
seither als Schandfleck auf Mackeys ansonsten makelloser
Mord-Aufklärungsrate. Mithilfe ihrer entfremdeten Tochter Selena
will er nun Rache üben und Dolores endlich hinter Gitter bringen.
Selena reist aus New York an, um ihre Mutter widerwillig zu
unterstützen: auch sie hält sie für die Mörderin ihres Vaters.
Doch die Wahrheit viel verzwickter …
Nachdem Kathy Bates als irre Krankenschwester für „Misery“ den
wohlverdienten Oscar bekommen hatte, schien es eine gute Idee,
sie in diesem Film eine weitere Stephen-King-Hauptfigur spielen
zu lassen und viele kleine Anspielungen einzustreuen. Das
Ergebnis verpuffte so kläglich an der Kinokasse, dass Bates ihre
Kunst von nun an nur noch in Nebenrollen ausleben durfte.
Nächste Woche: „Blade Runner“ und
„Sein Leben in meiner Gewalt“
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