Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Astromanie – Dein Astrologie- Podcast Podcast
  4. Folge 21: Saturn zurück in Fische - Über die kosmische Spalte zu alten Wunden
Saturn ist zurück im Fische-Zeichen – und mit diesem Schritt
öffnet sich eine neue astrologische Phase, die uns an unsere
verletzlichsten Stellen führt. Wir erinnern uns: Vor kurzem war
Saturn bereits über die kosmische Spalte in den
Widder gesprungen. Dort schien es so, als ob Neuanfang, Aufbruch
und neue Energie das Thema seien. Doch jetzt geht es wieder
zurück. Saturn wendet sich nochmals den alten offenen Wunden zu –
jenen Sehnsüchten, Enttäuschungen und Ambivalenzen, die wir
glaubten, hinter uns gelassen zu haben.

Saturn in Fische bringt ein Gefühl von Fragilität,
Zerbrechlichkeit, manchmal auch ein diffuses Bedürfnis nach
Trost, das aber nicht so recht ankommt – weder von uns zu anderen
noch umgekehrt. Wir spüren die Zartheit, das „nah am Wasser
gebaut sein“, die Ambivalenz zwischen Nähe und Distanz. Und genau
darin liegt die Botschaft dieses Transits: Die Fische-Energie
weckt unsere Sehnsucht, während Saturn uns zwingt, Verantwortung
zu übernehmen und die Grenzen der Realität anzuerkennen.

Astrologisch ist diese Konstellation ein spannendes
Spannungsfeld: Saturn steht für Klarheit, Strenge, Struktur,
Verantwortung und auch für Einschränkungen. Neptun, der Herrscher
der Fische, verkörpert genau das Gegenteil – Auflösung, Symbiose,
Träumen, Illusionen und manchmal auch Täuschungen. Treffen beide
aufeinander, dann geraten wir zwischen die Pole: wir wollen neue
Strukturen, aber alles wirkt chaotisch. Wir sehnen uns nach Nähe,
aber fühlen uns gleichzeitig missverstanden. Wir wollen retten –
und merken doch, dass wir uns dabei selbst verlieren.

Ein Rückblick zeigt, wie mächtig dieser Transit in der
Vergangenheit gewirkt hat:

Mitte der 1960er-Jahre stand Saturn ebenfalls in Fische. Es
war die Zeit der Hippiebewegung, freier Liebe, der Sehnsucht
nach grenzenloser Symbiose – aber auch die Zeit des
Vietnamkriegs und der Auschwitz-Prozesse in Deutschland, die
tiefe kollektive Wunden wieder aufrissen. Aus Illusion wurde
schnell Desillusionierung.

Mitte der 1990er-Jahre kehrte Saturn in die Fische zurück.
Damals standen wir mitten im Chaos nach dem Fall des Eisernen
Vorhangs. Euphorie und Aufbruch trafen auf Desillusionierung
und Orientierungslosigkeit. Mit Eintritt in Widder begann
dann die Internetwelle – voller Versprechen und späterer
Enttäuschungen. Auch hier zeigte Saturn in Fische: erst die
Auflösung, dann der harte Realitätscheck.

Und genauso erleben wir es jetzt wieder. Saturn ist bis Februar
2026 in Fische – und er wird Themen zurückholen, die schon im
April 2025 spürbar waren. Frag dich: Was hat dich damals
beschäftigt? Wo warst du erschöpft, enttäuscht oder sehnsüchtig?
Welche Themen wurden nicht gelöst, sondern nur vertagt? Jetzt ist
die Zeit, sie erneut anzuschauen.

In dieser Folge erzähle ich nicht nur von den astrologischen
Hintergründen, sondern auch von meinen persönlichen Eindrücken
als Psychotherapeut. Ich spreche über Menschen, die in dieser
Zeit besonders „nah am Wasser gebaut“ sind, die Opferrolle als
Falle, aber auch über die Chance, Mitgefühl neu zu verstehen.
Mitleid wirkt oft hierarchisch – Mitgefühl dagegen verbindet,
ohne uns klein zu machen. Saturn in Fische fordert uns auf,
Mitgefühl mit uns selbst zu üben und zugleich unsere Grenzen zu
wahren.

Wir sprechen darüber, warum Humor in Krisenzeiten ein
Abwehrmechanismus sein kann, warum wir uns in der Rolle des
Retters verlieren und warum gerade jetzt viele Missverständnisse
und Enttäuschungen entstehen. Und ich erzähle, wie Saturn in
Fische uns auffordert, „die Waschküche der Gefühle“ nicht zu
meiden, sondern hineinzutreten und genauer hinzusehen.

Denn am Ende dieses Prozesses steht kein Chaos, sondern Reifung.
Saturn erinnert uns: Wir können die Vergangenheit nicht
ungeschehen machen, aber wir können lernen, Verantwortung für
unsere Sehnsüchte und Verletzlichkeiten zu übernehmen. Das
bedeutet auch, zu erkennen, dass kein Mensch uns retten oder
vollkommen trösten kann – außer wir uns selbst.
Episode melden

„Folge 21: Saturn zurück in Fische - Über die kosmische Spalte zu alten Wunden“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz